https://www.faz.net/-gpf-8nw85

Steven Mnuchin : Früherer Goldman-Sachs-Banker soll Trumps Finanzminister werden

  • Aktualisiert am

Steven Mnuchin im Foyer des Trump Tower vor einem Treffen mit dem künftigen Präsidenten. Bild: AFP

Hedgefonds-Manager und Hollywoodproduzent: Donald Trump hat in Steve Mnuchin offenbar seinen Wunsch-Finanzminister gefunden. Auch der Kandidat für einen anderen wichtigen Posten kommt aus der Finanzelite.

          Amerikas künftiger Präsident Donald Trump will Insidern zufolge den früheren Goldman-Sachs-Banker Steven Mnuchin zu seinem Finanzminister machen. Trump werde seine Entscheidung voraussichtlich am Mittwoch bekanntgeben, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von einem Vertreter der Republikaner, der mit dem Vorgang vertraut ist. Auch die „New York Times“ berichtete, Trumps Wahl für den Finanzminister sei auf Mnuchin gefallen. Mnuchin war während Trumps Wahlkampf für die Finanzierung der Kampagne verantwortlich.

          Der 53 Jahre alte Mnuchin war 17 Jahre lang bei Goldman Sachs. Anschließend leitete er u.a. einen Hedgefonds. In Trumps Regierungsteam wäre er der zweite ehemalige Goldman-Sachs-Banker neben Rechtsausleger Stephen Bannon, den Trump zu seinem Chefstrategen ernannte. Er wäre außerdem der dritte amerikanische Finanzminister seit Mitte der neunziger Jahre, der bei der Investmentbank gearbeitet hat. Bill Clinton hatte Robert Rubin auf den Posten berufen, George W. Bush Henry Paulson.

          2008 hatte Mnuchin für die demokratischen Kandidaten Barack Obama und Hillary Clinton gespendet, 2012 aber den Republikaner Mitt Romney unterstützt. Sein Vater hatte bereits eine Führungsposition bei Goldman Sachs; sein Bruder arbeitete u.a. bei Lehman Brothers. Mnuchin war auch als Hollywoodproduzent aktiv und produzierte mit seinen Firmen u.a. die äußerst erfolgreichen Filme „Avatar“ und „Mad Max: Fury Road".

          Milliardär Favorit als Handelsminister

          Als Handelsminister wird Trump dem Insider zufolge den Milliardär und Investor Wilbur Ross benennen. Dieser hat in New York politische Erfahrung gesammelt, wo er als Privatisierungsberater für den früheren Bürgermeister Rudy Giuliani arbeitete. Ross wollte sich auf eine Anfrage von Reuters nicht zu seiner möglichen Ernennung äußern. Der Sender NBC berichtete, Trump werde am Mittwoch bekanntgeben, wer Handelsminister werden soll.

          Trump übernimmt am 20. Januar die Amtsgeschäfte von Präsident Barack Obama.

          Die digitale F.A.Z. PLUS
          F.A.Z. Edition

          Die digitale Ausgabe der F.A.Z., für alle Endgeräte optimiert und um multimediale Inhalte angereichert

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          Greta spricht in New York

          Klimastreik in Amerika : Greta spricht in New York

          An hunderten Orten sind auch in den Vereinigten Staaten Schüler und andere Demonstranten auf die Straße gegangen. Etwa 250.000 Menschen waren es in New York, wo eine bestimmte Berufsgruppe allerdings nicht teilnehmen durfte.

          „Eine Mischung aus Vertagen, Verzagen und Versagen“ Video-Seite öffnen

          Aktivisten unzufrieden : „Eine Mischung aus Vertagen, Verzagen und Versagen“

          Der Klimaaktionstag hat allein in Berlin mehr als 100.000 Menschen auf die Straße geholt. Sie wollen einen schnellen Wandel der Politik – ernüchternd ist da das Klimaschutzpaket der großen Koalition. In Stockholm meldete sich Greta Thunberg per Videoübertragung zu Wort.

          Was in der langen Nacht geschah

          FAZ Plus Artikel: Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.