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Florida-Gouverneur DeSantis : Lieber Trumps Gefolgsmann als Virus-Bekämpfer

In Florida steigen die Corona-Fallzahlen rasant. Bild: AP

Florida ist der Hotspot beim raschen Anstieg der Infektionszahlen in Amerika. Gouverneur Ron DeSantis will trotzdem keine Fehler eingestehen, denn er will sich nicht Donald Trumps Zorn zuziehen.

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          Auch unter den mit Donald Trump verbündeten Gouverneuren gibt es Abstufungen, welche die Corona-Krise zutage fördert. Als die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen vor allem in den Südstaaten wieder rapide anstieg, äußerte etwa Greg Abbott, der republikanische Gouverneur von Texas, sein Bedauern über die voreilige Wiederöffnung der Wirtschaft, für die ihn der Präsident so sehr gelobt hatte: Er wünschte, er könne die Entscheidung rückgängig machen. Ein solches Eingeständnis ist Ron DeSantis, dem Gouverneur von Florida, noch nicht über die Lippen gekommen. Dabei gehört der „Sunshine State“ mit mehr als 10.000 registrierten Fällen pro Tag inzwischen zu den größten Hotspots der Pandemie in Amerika, wo die Zahl der Infektionen nun die Drei-Millionen-Marke überschritten hat.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Im Mai hatte DeSantis ganz im Stile des Präsidenten geklagt, man habe vorhergesagt, in Florida werde es bald genauso schlimm sein wie in New York. Nichts davon sei eingetreten. Dieser Auftritt wird nun zum Leidwesen DeSantis’ immer wieder im Fernsehen gezeigt. Der Gouverneur freilich folgt der Argumentation Trumps: Die Infektionszahlen seien Folge der Testoffensive; zudem seien viele positiv Getestete so jung, dass Covid-19 bei ihnen harmlos verlaufe.

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