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Früherer Trump-Berater : Roger Stone soll bis zu neun Jahre ins Gefängnis

  • Aktualisiert am

Nach seinem Schuldspruch vergangenen November verlässt Roger Stone das Gericht in Washington. Bild: Reuters

Roger Stone soll im Zuge der Russland-Affäre unter Eid gelogen und Zeugen beeinflusst haben. Dem langjährigen Vertrauten des amerikanischen Präsidenten droht deswegen nun eine lange Haftstrafe.

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          Ein langjähriger Vertrauter von Amerikas Präsident Donald Trump, Roger Stone, soll wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre eine lange Haftstrafe bekommen. Die Staatsanwaltschaft empfahl am Montag (Ortszeit), Stone solle zu sieben bis neun Jahren Gefängnis verurteilt werden. Dies trage der Schwere seiner Vergehen Rechnung, hieß es weiter. Ein Gericht in Washington will das Strafmaß noch diesen Monat festlegen.

          Der 67 Jahre alte Politikberater Stone war im November in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Ihm wird im Zusammenhang mit Kontakten zur Enthüllungsplattform Wikileaks unter anderem zur Last gelegt, er habe Untersuchungen des Kongresses behindert, unter Eid gelogen und Zeugen beeinflusst. Stone hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Er war vor einem Jahr auf Betreiben von Sonderermittler Robert Mueller in seinem Haus in Florida festgenommen worden, gegen Zahlung einer 250.000-Dollar-Kaution aber wieder freigekommen.

          Berater für Donald Trump vor der Wahl

          Hintergrund sind die Untersuchungen Muellers dazu, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gab. Stone hatte 2015 für Trump gearbeitet und stand auch danach weiter in Kontakt mit ihm, als eine Art informeller Berater. Am Ende fand Mueller in seinen fast zweijährigen Ermittlungen keine hinreichenden Belege für illegale Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau.

          Die Vorwürfe gegen Stone stehen in Verbindung mit einem Hackerangriff auf E-Mail-Konten der Demokraten während des Wahlkampfes 2016, für den amerikanische Geheimdienste Russland verantwortlich machten. Dabei waren E-Mails aus dem Umfeld der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen worden, die später von Wikileaks veröffentlicht wurden.

          Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen Trumps Wahlkampfteam und Wikileaks fungiert zu haben. Mueller warf ihm vor, er habe vor dem Kongress falsche Angaben dazu gemacht, was er darüber wusste und mit wem er darüber wie kommuniziert hatte. Außerdem soll er einen anderen Zeugen bedrängt haben, falsche Angaben in der Sache zu machen.

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