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Nach umstrittenen Tweets : Republikanische Führung stellt sich hinter Trump

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Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, sagte, Trump sei kein Rassist. Bild: Reuters

Auf Twitter hatte Trump vier Demokratinnen aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen. Seither gibt es neue Rassismusvorwürfe gegen ihn. Nun haben sich die Republikaner im Senat hinter ihn gestellt.

          Nach den heftigen Attacken des amerikanischen Präsidenten gegen vier demokratische Abgeordnete hat sich die Führung der Republikaner hinter Donald Trump gestellt. Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, rief am Dienstag alle Seiten dazu auf, sich im Ton zurückzuhalten.

          Die Rhetorik im gesamten politischen Spektrum sei hitzig, der Ton sei nicht gut für das Land, sagte er. Mehrfachen Nachfragen, ob Trumps Tweets rassistisch seien, wich McConnell aus. Er sagte aber, der Präsident sei kein Rassist.

          Der Fraktionschef der Republikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, wies den Vorwurf zurück, dass die Nachrichten des Präsidenten rassistisch seien. Er glaube, die Debatte darüber sei ideologisch und politisch motiviert.

          Trump hatte am Sonntag in einem Tweet mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den Vereinigten Staaten gute Ratschläge zu geben. Seither legte er mehrfach nach. Rassismusvorwürfe wies er von sich.

          Trump hatte in der Nachricht keine Namen genannt, spielte aber unmissverständlich auf eine Gruppe von vier aufstrebenden demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus an: Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley. Drei der vier Frauen wurden in den Vereinigten Staaten geboren: in New York City, Chicago und Detroit.

          Die Demokraten haben eine Resolution eingebracht, um Trumps Äußerungen im Kongress zu verurteilen. Darüber sollte bereits am Dienstagabend (Ortszeit) im Repräsentantenhaus abgestimmt werden. Die demokratische Vorsitzende der Kammer, Nancy Pelosi, forderte die Republikaner im Vorfeld dazu auf, die Resolution zu unterstützen und die „rassistischen Tweets des Präsidenten zu verurteilen“.

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