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Nach Pädophilie-Äußerungen : Rechter Blogger verlässt Portal „Breitbart“

  • Aktualisiert am

Sieht sich als Kämpfer gegen politische Korrektheit: Blogger Milo Yiannopoulos Bild: AFP

Milo Yiannopoulos kehrt dem rechten Nachrichtenportal „Breitbart“ den Rücken, angeblich aus freien Stücken. Die Kritik an dem Trump-Fan ist groß, seitdem er Pädophilie verharmloste.

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          Der massiv in die Kritik geratene ultrarechte Blogger Milo Yiannopoulos hat das Portal „Breitbart“ verlassen. Er lege „mit sofortiger Wirkung“ seine Arbeit als Redakteur für „Breitbart“ nieder, sagte der Blogger und bekennende Fan von US-Präsident Donald Trump am Dienstag vor Journalisten in New York. Yiannopoulos hatte zuvor mit Äußerungen zu Sex mit Kindern den Zorn konservativer Kreise auf sich gezogen.

          In einem Video, das am Wochenende im Internet verbreitet wurde, hatte Yiannopoulos Sex von Männern mit 13 Jahre alten Kindern verteidigt. Daraufhin widerrief die Amerikanische Konservative Union eine Einladung an den Trump-Fan. Der Verlag Simon & Schuster sagte wegen des Videos die Veröffentlichung der Memoiren von Yiannopoulos ab.

          Der Brite sagte nun bei seiner Pressekonferenz, „Breitbart“ habe ihm zur Seite gestanden, „als andere eingeknickt sind“. Es wäre nun „falsch“, mit seinem Fall von den „wichtigen Berichten meiner Kollegen abzulenken“. Die Entscheidung darüber, bei „Breitbart“ auszutreten, habe er allein getroffen. Das Portal erklärte, es akzeptiere den Rückzug. Yiannopoulos habe gleichwohl „dringend nötige Debatten über wichtige kulturelle Themen angestoßen“.

          Yiannopoulos stellt seine Homosexualität offensiv zur Schau und versteht sich als Kämpfer gegen die politische Korrektheit. Seine Kritiker werfen ihm Rassismus und Frauenfeindlichkeit vor.

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