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Reaktionen auf South Carolina : „Dieses Land braucht mehr Liebe“

  • Aktualisiert am

Bernie Sanders war am Samstagabend schon nicht mehr in South Carolina. Bild: AFP

Bernie Sanders gesteht seine Niederlage in South Carolina ein, gratuliert Hillary Clinton, gibt sich aber kämpferisch. Seine Konkurrentin äußert derweil seltsames.

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          Nach ihrem Sieg in den Vorwahlen der Demokraten in South Carolina gab sich Hillary Clinton kämpferisch und erlaubte sich einen Seitenhieb auf ihren möglichen republikanischen Konkurrenten Donald Trump. In Anspielung auf dessen Kampagnenslogan „Make America Great Again“, sagte Clinton in Columbia, der Hauptstadt des Bundesstaates, Amerika müsse nicht wieder groß gemacht werden. „Amerika hat niemals aufgehört, groß zu sein.“ Allerdings müsse das Land wieder zu einem Ganzen gefügt werden, so Clinton. Die Vereinigten Staaten benötigten „mehr Liebe und Freundlichkeit“, auch wenn dies „etwas seltsam“ klinge für eine Präsidentschaftsbewerberin. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter änderte sie ihr Profilbild in ein Porträt mit der Unterzeile „Danke South Carolina“.

          Bei ihrer Siegesrede feuerte sie ihre Anhänger an: „Wenn wir wir zusammenstehen, gibt es keine Barriere, die wir nicht überwinden können.“ Das verband sie mit dem Aufruf, die Barrieren einzureißen, die besonders Frauen am Rande der Gesellschaft festhielten. Das gleiche gelte für die Probleme der jungen Menschen, die sich für eine Studium verschulden müssten und deshalb nie das Leben leben könnten, dass sie sich wünschten. Gleichzeitig kündigte sie an, dass ihre Wahlkampagne nun auf das ganze Land ausgeweitet werde. Das hängt vor allem damit zusammen, dass bei den kommenden Terminen, besonders beim „Super Tuesday“ nächste Woche meist mehrere Staaten auf einmal abstimmen und nicht mehr wie bisher nacheinander. „Morgen wird diese Kampagne national“, sagte Clinton unter dem Jubel ihrer Anhänger in Columbia. „Wir werden um jede Stimme in jedem Staat kämpfen.“

          Ihr innerparteilicher Konkurrent Bernie Sanders gestand in einer Erklärung seine Niederlage ein und gratulierte Clinton. Zugleich zeigte er sich kämpferisch: „Lasst es mich klar sagen heute Abend. Diese Kampagne beginnt gerade erst. Wir haben einen entscheidenden Sieg in New Hampshire errungen. Sie hatte einen entscheidenden Sieg in South Carolina. Jetzt geht es um den Super Tuesday.“

          Sanders hatte South Carolina schon am Morgen verlassen und war zu Wahlkampfauftritten in anderen Staaten gereist. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse sagte er: „In der Politik gewinnt man manchmal und manchmal verliert man. Heute Nacht haben wir verloren.“ Am Flughafen in Rochester im Bundesstaat Minnesota gratulierte er Hillary Clinton zu ihrem Sieg in South Carolina, blickte aber auch nach vorne: „Am Dienstag geht es um 800 Delegierte und wir haben vor, viele, viele davon zu gewinnen“, so Sanders.

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