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Proteste in Amerika : Wo bleibt Trumps Steuererklärung?

  • Aktualisiert am

Zwei Männer liegen bei der Anti-Trump-Demo in Berkeley miteinander im Clinch. Bild: AFP

Zum „Tax Day“ im April müssen Amerikaner ihre Steuern erklären. Präsident Trump will seine alten Daten hingegen noch immer nicht veröffentlichen. Bei großen Protesten dagegen soll es nun Verletzte gegeben haben.

          Tausende Menschen haben in mehreren amerikanischen Städten gegen die Weigerung von Präsident Donald Trump protestiert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. In Washington versammelten sich am Samstag mehrere tausend Menschen vor dem Kapitol und zogen in einem langen Demonstrationszug über die Pennsylvania Avenue. Als sie das Trump-Hotel passierten, skandierten sie die Parole „Schande“. Auf mitgeführten Schildern hieß es unter anderem „Was versteckst Du?“.

          In New York gingen ebenfalls tausende Menschen auf die Straße. Proteste gab es zudem in Philadelphia, Boston, Seattle, San Francisco, Los Angeles und anderen Städten. Der Tag wurde gewählt, weil bis zum 18. April in den Vereinigten Staaten die Steuererklärungen für das Jahr 2016 fällig sind.

          Zusammenstöße in Kalifornien

          Im kalifornischen Berkeley kam es zu Rangeleien zwischen Trump-Anhängern und -Gegnern. Sie warfen mit Flaschen und Dosen nacheinander, teilweise gingen sie mit Fäusten aufeinander los. Die Polizei nahm Medienberichten zufolge mindestens 13 Menschen fest. Einige der Demonstranten seien leicht verletzt worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters. Von den Behörden verlautete jedoch nichts über Verletzte.

          Entgegen der üblichen Praxis hatte Trump sich im Wahlkampf geweigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Er argumentierte, dass er sie wegen einer seit Jahren laufenden Steuerprüfung nicht veröffentlichen könne. Seine Kritiker werten dies als Ausrede.

          Auch nach seinem Wahlsieg am 8. November ist Trump nicht von seiner Haltung abgerückt, die den Gepflogenheiten in den Vereinigten Staaten widerspricht. Dort veröffentlichte jeder aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat seit Richard Nixon schon vor der Wahl seine Steuererklärungen.

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