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Protest vor dem Weißen Haus : Führende Christen machen Front gegen Trumps Politik

  • Aktualisiert am

Mit der Botschaft der Liebe gegen Trumps Politik: Bischof Michael Curry, Oberhaupt der Episkopal-Kirche bei seiner Predigt zur Hochzeit von Prinz Harry und der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle Bild: AP

Der Kurs des amerikanischen Präsidenten gegen Einwanderer ruft prominente Christen auf den Plan. An der Spitze des Protestes steht ein Bischof, der bei einer royalen Hochzeit viele Menschen bewegte.

          Mit einem „Bekenntnis des Glaubens in Zeiten der Krise“ gehen amerikanische Christen auf Distanz zu Präsident Donald Trump. An der Spitze des Protests steht das Oberhaupt der Episkopalkirche, Chicagos Bischof Michael Curry, der am Samstag bei der Trauung von Prinz Harry und Meghan Markle die Predigt gehalten hatte. An diesem Donnerstag wollen die Unterzeichner vor dem Weißen Haus eine Kerzen-Mahnwache halten.

          „Wir glauben, dass die Seele der Nation und die Integrität des Glaubens auf dem Spiel stehen“, heißt es in der Erklärung, die von 23 prominenten Kirchenführern auf der Homepage „www.reclaimingjesus.org“ unterschrieben ist. Neben Curry gehört auch auch der amerikanische Franziskanerpater und Bestseller-Autor Richard Rohr zu den Unterzeichnern. Das Land erlebe eine „gefährliche Krise der moralischen und politischen Führung auf den höchsten Ebenen der Regierung“. Kritisiert wird zudem die Verbreitung von „Unwahrheiten und ständiges Lügen von den höchsten Führern der Nation“. Trump selbst ist in dem Schreiben namentlich nicht erwähnt.

          Christen hätten die Pflicht, sich entschieden gegen weißen Nationalismus und Rassismus zur Wehr zu setzen, heißt es weiter. Auch dürfe Frauenfeindlichkeit nicht akzeptiert werden. In dem Schreiben rufen die Unterzeichner dazu auf, sich Angriffen auf Einwanderer und Geflüchtete zu widersetzen und Kürzungen von Programmen für die Armen bei gleichzeitigen Steuersenkungen für Reiche nicht zu akzeptieren.

          „Während wir eine patriotische Liebe für unser Land teilen, lehnen wir fremdenfeindlichen und ethischen Nationalismus ab, der eine Nation über andere als ein politisches Ziel setzt“, heißt es wörtlich. Die Episkopalkirche zählt rund drei Millionen Mitglieder und gehört der anglikanischen Kirche an.

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