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Ayaan Hirsi Ali : Politologin: Trumps Einreiseverbot teilweise gerechtfertigt

  • Aktualisiert am

Ayaan Hirsi Ali hält Trumps Einreiseverbot einerseits zu breit angelegt, weil es die Einreise aller Flüchtlinge stoppen wolle; andererseits sei es zu eng gefasst, weil Länder wie Pakistan oder Saudi-Arabien nicht auf der Liste stünden. Bild: Julia Zimmermann

Die Politikwissenschaftlerin Ayaan Hirsi Ali hält Trumps umstrittenes Einreiseverbot für teilweise berechtigt. Die gebürtige Somalierin fordert eine „kühle“ Gesetzgebung, um „den radikalen Islam in unserer Mitte“ zu bekämpfen.

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          Die Politikwissenschaftlerin Ayaan Hirsi Ali hält das von Amerikas Präsident Donald Trump verfügte Einreiseverbot für Bürger aus sieben islamischen Ländern teilweise für gerechtfertigt. Trump sehe zu Recht eine Bedrohung in der „hasserfüllten Ideologie des radikalen Islam“, schreibt die aus Somalia stammende und in den Vereinigten Staaten lebende Publizistin in einem Beitrag für die Zeitung „Welt“ (Mittwoch). Amerikanische Bürger müssten vor dieser Ideologie geschützt werden und vor der Gewalt, die sie propagiert. Es bestehe die Gefahr, dass viele muslimische Einwanderer rückständige gesellschaftliche Vorstellungen in die Vereinigten Staaten mitbrächten.

          Das - vorerst von der amerikanischen Justiz gestoppte - Dekret sei allerdings „tollpatschig“ und deshalb ein „Geschenk an alle Kritiker Trumps“, so die Politologin weiter. Das Dekret habe „Konfusion und Angst ausgelöst bei Reisenden, Einwanderern und bei legalen Einwohnern der Vereinigten Staaten“. Es sei einerseits zu breit angelegt, weil es die Einreise aller Flüchtlinge stoppen wolle; andererseits sei es zu eng gefasst, weil Länder wie Pakistan oder Saudi-Arabien nicht auf der Liste stünden.

          Man müsse aber auch die Radikalisierung der schon in Amerika lebenden Muslime im Auge behalten, forderte Ayaan Hirsi Ali. „Solange wir nicht erkennen, dass die Ideologie des radikalen Islam schon in unserer Mitte angekommen ist, so lange werden wir all unsere Energie in hitzigen Debatten über Dekrete verschwenden. Was wir dagegen brauchen, ist kühle, umfassende Gesetzgebung“, fordert die Politikwissenschaftlerin.

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