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Streit um Pence-Übernachtung : Trump kündigt Offenlegung von Finanzen an

  • Aktualisiert am

Donald Trump am Montagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Fayetteville Bild: AP

Amerikas Vizepräsident hatte bei einem Besuch in Irland in einem Trump-Hotel übernachtet. Der Präsident sagt jedoch, er habe damit nichts zu tun gehabt und protzt mit seinen Finanzen.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben noch vor der Präsidentenwahl im November kommenden Jahres einen detaillierten Bericht über seine Finanzen vorlegen. „Und Sie werden extrem schockiert sein, dass die Zahlen ein Vielfaches von dem sind, was Sie denken“, sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. Er sei daher gar nicht darauf angewiesen, dass jemand in einem seiner vielen Hotels übernachte. Trump reagierte damit auf Kritik unter anderem daran, dass Vizepräsident Mike Pence kürzlich bei seinem Irland-Besuch in einem Trump-Golfresort abgestiegen war.

          Trump hatte kurz zuvor bereits auf Twitter mitgeteilt, er habe mit der Entscheidung von Pence für sein Hotel „nichts zu tun“ gehabt. Der Präsident fügte vor Journalisten mit Blick auf Pences Wahl hinzu: „Aber ich kann sagen, dass er einen guten Geschmack hat.“ Der Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses im Kongress hat unter anderem das Weiße Haus um Aufklärung gebeten, wie teuer der Aufenthalt der Pence-Delegation den Steuerzahler zu stehen kam und welche Umsätze die Trump-Organisation dadurch erzielte.

          Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten seit Jahresbeginn eine Mehrheit und nutzen diese für diverse Untersuchungen gegen Trump und dessen Umfeld. Unter anderem fordern die Demokraten seit langem vergeblich die Herausgabe der Steuererklärungen des einstigen Baumoguls. Als wenig wahrscheinlich gilt daher, dass Trump tatsächlich detailliert seine Finanzen offenlegt.

          Pence übernachtete bei seiner Reise nach Irland vor einigen Tagen in Trumps Golfresort in Doonbeg. Der Kontrollausschuss merkte an, das Hotel sei fast 290 Kilometer von Pences politischen Terminen in Dublin entfernt gewesen. Pence hatte die Kritik wegen der Hotel-Wahl bereits zurückgewiesen und auf familiäre Verbindungen zu dem kleinen Ort verwiesen.

          Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses wiederum möchte Aufklärung zu Trumps Vorstoß, das Gipfeltreffen der sieben führenden westlichen Industriestaaten 2020 in seinem Golfhotel in Miami abzuhalten. Trump hatte das Hotel beim jüngsten G-7-Gipfel im französischen Biarritz in den höchsten Tönen gelobt und als möglichen Ausrichtungsort für den nächsten Gipfel genannt. Bedenken, wonach er unzulässig von der Ausrichtung des prestigeträchtigen Gipfeltreffens in seinem Hotel profitieren könnten, wies er zurück.

          Das Trump-Hotel in Doonbeg

          Trump teilte auf Twitter außerdem mit, er habe nichts zu tun gehabt mit einem etwaigen Aufenthalt einer Air-Force-Besatzung in seinem schottischen Golfresort nahe Glasgow. Die Zeitung „Politico“ hatte am Wochenende berichtet, die Besatzung eines Militärflugzeugs habe dort im Frühjahr auf dem Weg von den Vereinigten Staaten nach Kuweit wie auch auf dem Rückweg einen Zwischenstopp eingelegt – und damit fernab von einer amerikanischen Militärbasis.

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