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Ehemalige UN-Botschafterin : Nikki Haley: Trump wurde hintergangen

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Die frühere amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hier zusammen mit Donald Trump im Oval Office Bild: AP

In einem Buch, das am Dienstag erscheinen soll, beschuldigt Haley Rex Tillerson und John Kelly, sie hätten den amerikanischen Präsidenten in seiner Autorität untergraben – und sie dafür gewinnen wollen.

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          Ihr werden große Ambitionen nachgesagt: Nikki Haley hat ihr einflussreiches Amt als amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York Ende 2018 zwar freiwillig aufgegeben. Doch bislang halten sich – trotz Dementi – Spekulationen, sie könnte bei der Präsidentenwahl 2020 an Stelle von Vizepräsident Mike Pence mit Donald Trump antreten. Nun teilt sie in einem neuen Buch, das in den Vereinigten Staaten am Dienstag erscheinen soll, gegen den ehemaligen amerikanischen Außenminister Rex Tillerson und den früheren Stabschef John Kelly aus.

          Tillerson und Kelly hätten den amerikanischen Präsidenten während ihrer Amtszeit in seiner Autorität untergraben und sie dafür gewinnen wollen, schreibt Haley nach Berichten amerikanischer Medien wie der „Washington Post“ in dem Buch. Kelly und Tillerson hätten ihr gesagt, dass sie versucht hätten, „das Land zu retten“, wurde Haley zitiert.

          „Einen Präsidenten zu untergraben, ist wirklich eine gefährliche Angelegenheit und es ist gegen die Verfassung und gegen das, was die Amerikaner wollen“, sagte Haley dem Fernsehsender CBS am Sonntag.

          Wenn gegen Trump arbeiten bedeute, ihm den „besten und offensten, rechtmäßigen und ethischen“ Rat für eine fundierte Entscheidung zu erteilen, bekenne er sich schuldig, erklärte Kelly der „Washington Post“.

          Seit Trump im Weißen Haus regiert, hat es Dutzende Personalwechsel gegeben. Kelly war im Dezember 2018 entlassen worden, Tillerson bereits im März desselben Jahres – angeblich per Twitter. Frühere Mitarbeiter des Weißen Hauses haben in Insider-Berichten und Enthüllungsbüchern ein Bild von chaotischen Zuständen gezeichnet. Monate nach seiner Entlassung erklärte Tillerson, Trump habe ihn des Öfteren gebeten, Dinge zu tun, die ungesetzlich seien.

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