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Wahlkampf in Amerika : Clinton und Trump in neuer Umfrage gleichauf

  • Aktualisiert am

Hillary Clinton ignorierte den Rat ihrer Ärzte und arbeitete weiter, anstatt sich auszuruhen. Bild: AFP

Die Debatte um ihre Gesundheit lässt die Umfragewerte von Hillary Clinton absacken. Einer neuen Umfrage zufolge geht ihr Rivale Donald Trump in zwei Schlüsselstaaten sogar in Führung.

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          Die ehemalige Außenministerin und frühere First Lady Hillary Clinton, die bislang in den meisten Umfragen deutlich vor Donald Trump lag, verliert deutlich an Rückhalt. Einer Umfrage für den Sender CBS und die „New York Times“ zufolge liegen die Demokratin und der Republikaner in der Wählergunst mittlerweile gleichauf. Demnach kämen bei der Präsidentschaftswahl am 8. November beide auf jeweils rund 42 Prozent.

          Dem Sender CNN zufolge geht Trump in den Schlüsselstaaten Ohio und Florida sogar in Führung. Die beiden Bundesstaaten gelten als entscheidend bei der Präsidentschaftswahl. Verliert Clinton dort, dürfte der Einzug ins Weiße Haus für sie schwierig werden. Clinton sagte in dem Radiointerview, sie habe „immer gesagt, dass es eine knappe Wahl wird“.

          Gesundheitsfrage wird zum Politikum

          In der Debatte um den Gesundheitszustand der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten präsentiert sich der Republikaner Trump derweil als kerngesund. Trumps langjähriger Arzt Harold Bornstein bescheinigte dem 70-Jährigen am Donnerstag eine „hervorragende körperliche Gesundheit“. Trumps Arzt schrieb in einem Brief, die Leber- und Schilddrüsenwerte des Milliardärs seien „alle im normalen Bereich“. In dem Schreiben führt Bornstein auch Trumps Cholesterol-, Triglycerid-, Blutzucker- und Blutdruckwerte auf.

          Demnach ist Trump 1,90 Meter groß und wiegt 107 Kilogramm. Laut Bornstein nimmt Trump einen Cholesterinsenker und eine geringe Dosis Aspirin. Er konsumiere weder Alkohol noch Tabak.

          Trump sei kerngesund

          Wie Bornstein weiter mitteilte, gibt es in Trumps Familie keine Vorbelastungen durch frühzeitige Herzprobleme oder Krebs. Trump sei bislang nur einmal in ein Krankenhaus eingeliefert worden: Als Elfjähriger habe er sich einer Blinddarmoperation unterzogen.

          „Ich fühle mich, als wäre ich 30“, sagte Trump am Donnerstagmorgen (Ortszeit) im TV-Sender Fox News. Mit Blick auf seinen unter Beobachtung stehenden Choresterol-Wert sagte er: „Es ist schwierig im Wahlkampf, da gibt es nur Fast Food.“

          Der Gesundheitszustand der Präsidentschaftskandidaten wurde vor ein paar Tagen zu einem wichtigen Wahlkampfthema. Clinton hatte bei den Gedenkfeiern für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York am Sonntag einen Schwächeanfall erlitten. Ihr Team musste daraufhin eingestehen, dass bei ihr bereits am Freitag davor eine Lungenentzündung diagnostiziert worden war.

          Clintons Genesung verläuft angeblich problemlos

          Dies hatte Trump in seiner Haltung bestärkt, wonach Clinton körperlich nicht den Belastungen des Präsidentenamts gewachsen wäre. Clintons Ärztin Lisa Bardack erklärte am Mittwoch hingegen, die 68-Jährige erhole sich dank Antibiotika und Ruhe gut von der „leichten, nicht ansteckenden Lungenentzündung“.

          Clinton, die drei Tage in ihrem Haus in Chappaqua im Bundesstaat New York verbrachte, „bleibt weiterhin gesund und fit genug, um als Präsidentin zu dienen“, erklärte Bardack. Ihre Werte seien normal und sie verfüge über eine „exzellente geistige Gesundheit“.

          Die Demokratin äußerte sich am Donnerstag in einer Morgensendung im Radio - es war ihr zweites Telefoninterview seit ihrem Schwächeanfall. Sie sei „froh, endlich die Ratschläge der Ärzte befolgt und sich einige Tage ausgeruht zu haben, anstatt weiterzuarbeiten, wie es viele Menschen tun“, sagte sie mit klarer und fester Stimme.

          Clinton hatte bereits im Juli 2015 ein detailliertes Gesundheitsgutachten veröffentlicht. Seit dem Schwächeanfall steht sie aber unter Druck, noch mehr Transparenz zu schaffen.

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