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Nachwahlen : Republikaner bestehen wichtigen Stimmungstest

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Die Republikanerin Karen Handel konnte sich in Georgia durchsetzen Bild: dpa

Die geringe Popularität des Präsidenten schadet Amerikas Republikanern offenbar nicht: Trotz massiver Wahlwerbung verlieren die Demokraten bei zwei Nachwahlen. Trump bleibt damit eine Blamage erspart.

          Die Demokraten in den Vereinigten Staaten sind abermals mit dem Versuch gescheitert, die geringe Popularität von Präsident Donald Trump bei den Wählern der Republikaner auszunutzen. Bei zwei Nachwahlen für Sitze im Repräsentantenhaus in traditionell republikanisch wählenden Stimmbezirken der Bundesstaaten Georgia und South Carolina setzten am Dienstag die Bewerber von Trumps Regierungspartei durch, wie Hochrechnungen mehrerer TV-Sender ergaben.

          In einem hart umkämpften Rennen in Georgia gewann Karen Handel gegen den Demokraten Jon Ossoff. Sie lag mit rund 52 Prozent vorne, wie CNN und NBC berichteten. Die Demokraten konnten zwar teils historische Stimmenzugewinne verbuchen, schafften jedoch nicht den Durchbruch zur Mehrheit. In South Carolina behielt der republikanische Favorit Ralph Norman erwartungsgemäß die Oberhand. Die Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus bleibt damit unverändert bestehen.

          Trump gratulierte den Kandidaten auf Twitter: „Fantastischer Job“, schrieb er über den Wahlsieg von Handel. Auch Norman habe einen „fantastischen“ Wahlkampf bestritten.

          55 Millionen Dollar für Wahlwerbung

          Die Nachwahlen war nötig geworden, nachdem der bisherige Inhaber des Sitzes in Georgias 6. Wahlbezirk, Tom Price, sein Mandat zurückgab und als Gesundheitsminister in die Regierung von Donald Trump aufrückte. In South Carolina war Mick Mulvaney vom Repräsentantenhaus in die Regierung gewechselt.

          Es waren nach Abstimmungen in den Bundesstaaten Kansas und Montana bereits die Nachwahlen Nummer drei und vier, bei denen sich die Demokraten Hoffnung auf das Eindringen in eine republikanische Phalanx gemacht hatten, letztlich aber das Ziel verfehlten. Beide Parteien hatten vor allem der Nachwahl in Georgia enorme Bedeutung beigemessen. Sie sollte als Stimmungsbarometer mehr als fünf Monate nach der Amtseinführung von Donald Trump dienen. Republikaner und Demokraten gaben zusammen 55 Millionen Dollar aus – mehr als je zuvor in einem einzelnen Wahlkreis aufgewendet wurde.

          Nach der Niederlage: Jon Ossoff (hier mit seiner Verlobten Alisha Kramer) gilt als Hoffnungsträger der Demokraten.

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