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Wahlkampfauftritt in Miami : Obama wirft Trump Panikmache beim Thema Einwanderung vor

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Bei einem Auftritt in Miami warb Barack Obama für den demokratischen Wettbewerber um den Senat, Bill Nelson, und den Gouverneurskandidaten Andrew Gillum. Bild: Reuters

Wenige Tage vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten wirft Obama Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung vor Ängste vor Migranten zu schüren. Der Präsident rudert derweil etwas zurück.

          Der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama hat seinem Amtsnachfolger Donald Trump und den Republikanern vorgeworfen, im Wahlkampf bewusst Ängste vor Migranten zu schüren. „Sie erzählen Euch, dass ein Haufen armer Flüchtlinge tausende Meilen entfernt eine existentielle Bedrohung für Amerika darstellt“, sagte der Demokrat am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Miami. Es sei „politische Show“, dass Trump wegen der Migranten Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicke, fügte Obama hinzu. Den Republikanern gehe es nur darum, mit Panikmache von ihrer eigenen Regierungsbilanz abzulenken.

          Derzeit sind Tausende Menschen aus Mittelamerika in mehreren Gruppen auf dem Weg durch Mexiko in Richtung amerikanischer Grenze. Sie sind aber noch etwa 1300 Kilometer Luftlinie von den Vereinigten Staaten entfernt. Trump hat das Pentagon wegen der Migranten angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Sie sollen den Grenzschutz bei logistischen Aufgaben unterstützen. Migranten festnehmen dürfen sie nicht.

          Zudem nahm der Präsident seine Andeutung zurück, dass das Militär das Feuer auf Steinewerfer in den Reihen der Migranten eröffnen würde. Im Gespräch mit Journalisten sagte Trump am Freitag: „Sie werden nicht schießen müssen. ... Wenn sie das tun (Steine schmeißen, d. Red.), werden sie für eine lange Zeit verhaftet.“

          Von einem Reporter auf den Vorwurf angesprochen, Trumps Rhetorik trage zu politisch motivierter Gewalt bei, antwortete der Präsident mit Kritik an den Medien. „Nein, nein, wissen Sie was? Sie verursachen die Gewalt mit Ihren Fragen. Sie verursachen das. Sie“, so Trump.

          Trump macht mit den Migranten massiv Wahlkampf für die Kongresswahlen am kommenden Dienstag. Er bedient sich dabei einer aufwieglerischen Rhetorik und überzeichnet die Lage stark. Der Präsident spricht von einer „Invasion“ und einer Gefahr für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten.

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