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Trumps Ex-Anwalt packt aus : „Cohen weiß Dinge, die für Mueller von Interesse sein sollten“

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„Will alles sagen , was er weiß“: Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen vor dem New Yorker Gericht Bild: AP

Früher war Michael Cohen Trumps Mann fürs Grobe. Nun ist er sein größtes Risiko. Und womöglich ein wichtiger Mann für Sonderermittler Mueller.

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          Donald Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen wird ein immer größeres Risiko für den Präsidenten. Nachdem Cohen zugegeben hat, im Auftrag des damaligen Präsidentschaftskandidaten Schweigegeldzahlungen veranlasst zu haben, steht nun eine Kooperation mit dem Russland-Ermittler Mueller im Raum. In einem Interview mit dem Fernsehsender MSNBC kündigte Cohens Verteidiger, Lenny Davis, an, dass sein Mandat umfassend mit dem FBI-Sonderermittler kooperieren wolle: „Cohen weiß Dinge, die für Mueller von Interesse sein sollten. Und er würde dem Sonderermittler überaus gerne alles sagen, was er weiß.“

          Cohen wolle insbesondere über die Gespräche mit russischen Vertretern im Trump Tower auspacken, in denen es darum gegangen sei, die amerikanische Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Trumps ehemaliger Anwalt habe darüber hinaus auch Informationen über mutmaßliche russische Hackerangriffe auf Server der amerikanischen Demokraten – und Trumps Verwicklung in diese Straftat. Im Gegenzug dürfte Cohen auf ein geringeres Strafmaß hoffen. Nach Angaben des Richters drohen Cohen maximal 65 Jahre Haft. Das Urteil soll am 12. Dezember verkündet werden.

          Cohens Aussage könnte Trump rechtlich in Bedrängnis bringen: Zwar kann der amerikanische Präsident nach geltendem Recht nicht vor Gericht gestellt werden; sollten sich die Vorwürfe jedoch bestätigen, dürften die Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren lauter werden.

          Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort wurde derweil von einem Gericht unter anderem wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen. Ihm droht nun eine langjährige Haftstrafe. Doch noch heikler dürfte für den amerikanischen Präsidenten das Verfahren gegen seinen ehemaligen Anwalt Cohen sein. Der hatte sich zuvor wegen Gesetzesverstößen in acht Anklagepunkt für schuldig erklärt – und seinen prominentesten Mandaten belastet.

          Cohen gab zu, an zwei Frauen, die nach eigenen Angaben sexuelle Kontakte zu Trump hatten, Schweigegeld von 130.000 und 150.000 Dollar (114.000 und 131.000 Euro) gezahlt zu haben. Dabei deutete Cohen an, dass der damalige Präsidentschaftskandidat Trump als Mitverschwörer fungierte. Die Zahlungen an die Frauen, bei denen es sich mutmaßlich um die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das frühere „Playboy“-Model Karen McDougal handelt, seien auf Aufforderung „eines Kandidaten“ erfolgt mit der „Intention, die Wahl zu beeinflussen“, sagte Cohen.

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