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Wahl in Amerika : Bloomberg will doch kein Präsident werden

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Michael Bloomberg tritt nicht mehr beim Rennen ums Weiße Haus an. Bild: AP

Weil er fürchtet, dass dann Donald Trump gewählt würde, tritt Michael Bloomberg doch nicht als unabhängiger Kandidat im Rennen um den Einzug ins Weiße Haus an. Dem früheren Bürgermeister von New York sei klar, „dass ich nicht gewinnen kann“.

          Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg wird nicht mehr in das Rennen um die amerikanische Präsidentschaft einsteigen. „Wenn ich mir alle Daten anschaue, ist mir klar, dass ich nicht gewinnen kann“, erklärte der 74 Jahre alte Milliardär am Montag in einem Editorial auf der Seite „BloombergView“ seines Unternehmens. Seine Kandidatur könne dazu führen, dass Donald Trump oder Ted Cruz gewählt würden, erklärte Bloomberg. „Das ist ein Risiko, das ich nicht eingehen kann.“ Trump führe eine spalterische und demagogische Kampagne. Cruz äußere sich vielleicht weniger exzessiv, sei aber genauso extremistisch.

          Bloomberg hatte kürzlich erklärt, er empfinde das Niveau der Wahlkampfdebatten als „Skandal und Beleidigung der Wähler“. Das amerikanische Volk habe Besseres verdient. Deshalb denke er über eine Kandidatur nach. Schon im Januar hatte sich Bloomberg laut „New York Times“ über Trump geärgert. Auch zeigte er sich besorgt, dass der selbsterklärte Sozialist Bernie Sanders auf der demokratischen Seite die favorisierte frühere Außenministerin Hillary Clinton ausstechen könnte.

          Bloomberg war einst Demokrat, dann wurde er Republikaner. Seit 2007 ist er parteilos. Er hatte schon früher wiederholt an eine Kandidatur gedacht, war aber stets zur Überzeugung gelangt, dass er keine Siegesaussichten habe. Tatsächlich hat es bislang noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft.

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