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First Lady : Melania Trump fordert Entlassung ranghoher Regierungsmitarbeiterin

  • Aktualisiert am

Donald und Melania Trump bei ihrem Besuch in Paris anlässlich der Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren Bild: Reuters

Mit öffentlichen Äußerungen hält sich Melania Trump normalerweise zurück. Doch eine Mitarbeiterin der Regierung hat die First Lady nun derart verärgert, dass sie deren Entlassung fordert – es könnte nicht die einzige im Weißen Haus bleiben.

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          In einem höchst ungewöhnlichen Schritt hat sich die amerikanische First Lady Melania Trump in Personalfragen innerhalb der Regierung ihres Mannes Donald Trump eingemischt. Ihr Büro sprach sich am Dienstag dafür aus, die stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin, Mira Ricardel, zu entlassen. Melania Trumps Sprecherin, Stephanie Grisham, teilte in Washington mit: „Es ist die Auffassung des Büros der First Lady, dass sie es nicht länger verdient, für das Weiße Haus zu arbeiten.“ Ricardel ist Stellvertreterin des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton.

          Melania Trump hält sich mit öffentlichen Stellungnahmen üblicherweise sehr zurück, noch dazu mit Äußerungen politischer Art. Dass sie noch dazu offensiv die Entlassung einer ranghoher Regierungsvertreterin verlangt, lässt umso mehr aufhorchen. Der Fernsehsender CNN berichtete, Ricardel sei in den vergangenen Wochen mit Melania Trumps Büro aneinandergeraten – wegen organisatorischer Fragen rund um die erste Solo-Auslandsreise der First Lady nach Afrika.

          Derzeit müssen mehrere ranghohe Regierungsvertreter um ihre Jobs bangen. Präsident Trump hatte erst vor wenigen Tagen, kurz nach den Kongresswahlen, seinen Justizminister Jeff Sessions aus dem Amt gedrängt. Amerikanischen Medien zufolge gelten als weitere Wackelkandidaten innerhalb der Regierung derzeit vor allem Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen und der Stabschef im Weißen Haus, John Kelly.

          Wie die New York Times unter Berufung auf mehrere Quellen aus dem Umfeld Trumps berichtet, sei sich der Präsident beinahe sicher, Nielsen zu entlassen. In Medienberichten hatte es geheißen, dass Trump mit Nielsens Bemühungen zur Sicherung der amerikanischen Grenze unzufrieden sei. Das Heimatschutzministerium erklärte, Nielsen sei weiterhin zur Durchsetzung von Trumps Politik entschlossen. Sie ist eine Vertraute Kellys, der in Trumps Regierungsgeschäfte Stabilität bringen wollte.

          Doch Kelly könnte selbst eines der nächsten Opfer der personellen Rochaden im Weißen Haus werden. Der pensionierte General und Trump sind diversen Presseberichten zufolge wiederholt aneinandergeraten. Als Nachfolger soll Trump den Stabschef des Vizepräsidenten, Nick Ayers, ins Auge gefasst haben. Das ist aber nicht bestätigt.

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