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Massaker in Orlando : Trump und Clinton streiten über Terrorismus

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Mahnwache für die Opfer: Nach dem Attentat in Orlando hält ein Unterstützer eine Regenbogenflagge vor dem Weißen Haus in die Höhe Bild: Reuters

Am zweiten Tag nach dem Massaker in Orlando mit 49 Todesopfern äußern sich die beiden designierten Präsidentschaftskandidaten in mehreren Interviews. Trump erneuert seine Islamkritik, Clinton fordert eine Verschärfung des Waffenrechts.

          Das Massaker von Orlando hat die Auseinandersetzung zwischen den beiden designierten Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump auch am zweiten Tag danach befeuert. In mehreren Telefoninterviews äußerten sich die beiden am Montag zu dem Attentat und möglichen politischen Konsequenzen.

          Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump äußerte in einem Interview mit dem Sender Fox News seine Einschätzung, dass er in Bezug auf Terrorattacken in „vielen Dingen Recht gehabt“ habe. Er bekräftigte außerdem seinen Plan, Muslimen die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und forderte, Moscheen stärker zu überwachen.

          Seiner demokratischen Kontrahentin Clinton warf er vor, sie habe Angst davor, den Begriff „radikaler Islam“ zu benutze, „weil ihr Boss sonst wütend auf sie wird.“ Clinton entgegnete darauf in einem Interview mit dem Sender CNN, sie weigere sich, „einer ganzen Religion den Krieg zu erklären“. Das sei gefährlich und spiele in die Hände des IS.

          Clinton: Waffenrechtsreform nach „gesundem Menschenverstand“

          Als weiterer Streitpunkt erweist sich das amerikanische Waffenrecht. Hillary Clinton nutzte die Gelegenheit, um eine Waffenrechtsreform nach „gesundem Menschenverstand“ einzufordern. Der Kongress sollte das Verbot von bestimmten halbautomatischen Waffen wieder einführen.

          Trump wandte sich in einem Interview mit dem Sender NBC gegen ein solches Verbot. Zum einen seien schon „hunderte Millionen“ solcher Waffen im Umlauf. Zum anderen müsse man den Menschen erlauben, sich gegen die Täter solcher Massaker zu verteidigen.

          Weiter erläuterte er, wie er die polizeiliche Erkennung potentieller Attentäter verbessern wolle. „Wir brauchen Zentren, in denen Informationen gesammelt werden“. Die Menschen in der Umgebung eines Attentäters wüssten, dass etwas mit ihm nicht stimme. Trump sagte weiter: „Aus irgendeinem Grund melden die muslimischen Gemeinden solche Leute nicht bei der Polizei.“

          Clinton hingegen kündigte an, sie werde Maßnahmen unterstützen, um Attacken „einsamer Wölfe“ durch stärkere Internetüberwachung zu verhindern. Sie wird heute um 18.30 Uhr (MEZ) bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio sprechen, Donald Trump hält um 20.30 Uhr eine nichtöffentliche Rede in New Hampshire. Um Mitternacht deutscher Zeit will Trump in einem öffentlichen Wahlkampfauftritt ebenfalls in New Hampshire dann das Massaker in Orlando thematisieren.

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