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Mehrere Entlassungen : Machtkampf im Team von Donald Trump

  • Aktualisiert am

Donald Trump mit seinem künftigen Stabschef Reince Priebus Bild: AP

In Trumps Übergangsteam ist es zu mehreren Entlassungen gekommen. Von einer „stalinistischen Säuberungsaktion“ ist die Rede. Syriens Machthaber Assad sieht sich als „natürlicher Verbündeter“ von Trump im Kampf gegen Terroristen.

          Im Übergangsteam von Donald Trump ist laut Berichten mehrerer amerikanischer Medien ein Kampf um einflussreiche Positionen ausgebrochen. Im Zentrum des Machtkampfs steht demnach Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, wie die „New York Times“ und die „Washington Post“ berichten. Der Fünfunddreißigjährige, der mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, soll demnach dafür gesorgt haben, dass Personen mit Verbindungen zu dem republikanischen Gouverneur Chris Christie das Übergangsteam verlassen mussten. Christie war vergangene Woche als Chef des Übergangsteams abberufen und durch den designierten Vizepräsidenten Mike Pence ersetzt worden.

          Wie am Dienstag bekannt wurde, musste unter anderem der Republikaner und Geheimdienstexperte Mike Rogers das Team verlassen. Er war von Christie zuvor als Fachmann für innere Sicherheit in das Team berufen worden. Auch der Berater Matthew Freedman sei entlassen worden. Vertraute von Rogers sprachen laut der Nachrichten-Website NBCNews.com von einer „stalinistischen Säuberungsaktion“.

          Hintergrund der Spannungen zwischen Kushner und den Christie-Vertrauten ist laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Episode aus dem Jahr 2004: Christie ging damals als Staatsanwalt gegen Kushners Vater wegen Steuerhinterziehung vor. Als Folge eines Vergleichs musste Kushners Vater zwei Jahre ins Gefängnis. Trumps Schwiergersohn gilt inzwischen als einer der engsten Mitarbeiter des künftigen Präsidenten. Laut NBC News benannte Trump Kushner als eine von zwei Personen, die zusammen mit ihm die streng geheimen täglichen Präsidentschafts-Briefings erhalten sollen.

          Der republikanische Senator John McCain übte am Dienstag deutliche Kritik an Trumps Außenpolitik. Der von dem designierten Präsidenten geplante Neustart der Beziehungen mit Russland sei nicht akzeptabel. Amerika würde sich dadurch zum Komplizen bei der „Abschlachtung des syrischen Volkes“ machen.

          Der syrische Präsident Baschar al-Assad bot Trump eine Zusammenarbeit beim Kampf gegen Extremisten an. Dazu sei er bereit, wenn die Amerikaner ihre Hilfe für Rebellen einstellen würden, die seine Regierung stürzen wollten, sagte Assad in einem Interview eines portugiesischen Fernsehsenders. Zugleich schränkte er ein: „Wir erwarten nicht viel, weil die amerikanische Regierung nicht nur aus dem Präsidenten besteht.“ Deswegen müsse man abwarten, ob Trump seine Versprechen erfülle. Sollte er die Terroristen bekämpfen, wäre er wie Russland und Iran ein Verbündeter.

          Der Republikaner Trump hatte in der vergangenen Woche überraschend die Wahl gewonnen. Er hat Zweifel an den amerikanischen Hilfen für syrische Rebellen angemeldet und erklärt, er möge Assad nicht. Allerdings bekämpfe der Staatschef die Extremistenmiliz IS. Die jetzige amerikanische Regierung hält Assad dagegen als Teil des Problems. Ihre Hilfen für Aufständische erreichen aber nicht den Umfang der Unterstützung Russlands und Irans für Assad.

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