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Kongresswahlen : Wie ein Toter ins Parlament gewählt wurde

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Der verstorbene Kandidat Dennis Hof bei einem Interview Anfang September 2018 Bild: AP

Der Republikaner und Bordellbesitzer Dennis Hof hat in Nevada einen Sitz im Unterhaus gewonnen. Feiern wird Hof den Sieg nicht – der Kandidat ist bereits Mitte Oktober verstorben. Warum viele Wähler dennoch für ihn stimmten.

          Bei den Zwischenwahlen gab es einige denkwürdige Kandidaten. Unter ihnen auch der republikanische Kandidat Dennis Hof. Der Politiker feierte wenige Wochen vor den Wahlen noch seinen 72. Geburtstag – und verstarb. Laut einem Bericht des Review-Journals wurde der Bordellbesitzer Mitte Oktober nach seiner Geburtstagsfeier tot in seinem Etablissement „Love Ranch Vegas“ nahe Pahrump nordwestlich von Las Vegas gefunden. Ins Unterhaus wurde er trotzdem gewählt. Der verstorbene Politiker setzte sich in Nevada deutlich gegen die demokratische Kontrahentin durch.

          Das kuriose Ergebnis wurde möglich, weil die Partei nach Hofs Tod keinen anderen Kandidaten nominierte, weshalb der Name des Republikaners weiterhin auf der Wahlliste stehen blieb. Dass die Wähler dennoch für den Verstorbenen stimmten, hat wohl vor allem einen Grund: Den Sitz von Dennis Hof wird voraussichtlich ein anderer Republikaner übernehmen. Die Wähler stimmten somit vor allem für die Partei.

           „Trump von Pahrump“

          Im Wahlkampf zuvor hatte der selbst ernannte „Trump von Pahrump“ Steuer-Erlasse und den Schutz des liberalen Waffenrechts gefordert, wie das Magazin „The New Yorker“ über Hof Anfang November schrieb. Der Bordellbesitzer sorgte zudem als Reality-TV-Star für Aufsehen. Den Medienberichten zufolge stand Hof auch in der Kritik: Zwei frühere Angestellte hatten Hof wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angezeigt.

          In Nevada war die Auszählung am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht komplett abgeschlossen. Sobald die Sieger der Wahlbezirke offiziell erklärt werden, bleibe Hofs Sitz zunächst vakant, schrieb das „Review-Journal“. Später werde eine Kommission aus den drei Countys des Wahlbezirks Nye, Lincoln und Clark einen Nachfolger benennen.

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