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Rücktritt von Mattis : Schlag in die europäische Magengrube

Will sein Amt nicht mehr: James Mattis Bild: AFP

Trump hatte seinem Verteidigungsminister in vielen Dingen freie Hand gelassen. Davon profitierte besonders die Nato. Umso schwerer wiegt sein Rücktritt. Ein Kommentar.

          3 Min.

          Donald Trump hat schon zu Jahresbeginn den Außenminister Rex Tillerson gegen Mike Pompeo ausgetauscht und nach dem Zerwürfnis mit seinem zweiten Stabschef John Kelly kürzlich Mühe gehabt, einen dritten zu finden. Wie lange es sein dritter Sicherheitsberater, der Unilateralisten-Ultra John Bolton, im Weißen Haus noch aushält, ist nach den jüngsten Bauchentscheidungen des Oberbefehlshabers ungewiss. Trump hat vor anderthalb Jahren den FBI-Chef James Comey herausgeworfen und vor kurzem seinen Justizminister Jeff Sessions gefeuert. Er hat seinen Chefstrategen Steve Bannon verstoßen, sein Kommunikationspersonal, seinen Wirtschaftsberater und etliche Fachminister ausgetauscht.

          Andreas Ross

          Redakteur in der Politik.

          Trotzdem ist der Rücktritt von James Mattis viel mehr als bloß der neueste Eintrag auf der Opferliste des Trumpschen Chaosregimes. Es hatte seinen guten Grund, dass deutschen Politikern nach bald jeder Begegnung mit Mattis ein Seufzer entfuhr: „Gut, dass wir ihn haben.“

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