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Donald Trump : Mehr ein Showmaster-in-Chief

  • -Aktualisiert am

Frivoler Entertainer: Donald Trump Bild: Reuters

Als Präsident und Oberbefehlshaber kann Donald Trump den Einsatz nach Belieben erhöhen. Doch stattdessen verschickt er alberne Macho-Briefe und beleidigt seine Gegenspielerin.

          1 Min.

          Donald Trump scheint seine Präsidentschaft nun endgültig als tägliche Gameshow zu inszenieren, die „Trump gegen den Rest der Welt“ heißen könnte. Die Demokraten können sich noch so fest vornehmen, als sachorientierte, konstruktive Kraft aufzutreten – Trump diktiert die Spielregeln.

          Als Präsident und Oberbefehlshaber kann er den Einsatz nach Belieben erhöhen. Da gaukelt er vor, sich mit einem albernen Macho-Brief an den türkischen Präsidenten von aller Verantwortung für die verheerenden Folgen des amerikanischen Rückzugs aus Syrien reinwaschen zu können.

          Da lenkt er von der scharfen Kritik aus den eigenen Reihen ab, indem er seine Gegenspielerin Nancy Pelosi, immerhin Inhaberin des dritthöchsten Amtes im Staat, im Weißen Haus beleidigt. Da kanzelt er seinen geschassten Verteidigungsminister James Mattis, den er noch vor kurzem als größten Helden seit General Patton glorifizierte, plötzlich als „völlig überschätzt“ ab. Und erzeugt mit alledem eine Konfrontation, die viele Wähler lieber „den Politikern“ übelnehmen als dem frivolen Entertainer und Antipolitiker im Oval Office.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

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