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Impeachment-Ermittlung : Retter oder Komplizen?

  • -Aktualisiert am

Fiona Hill vor ihrer Befragung im Kapitol. Bild: ERIN SCHAFF/The New York Times/R

Hätte sich die Putin-Kritikerin Fiona Hill nicht darauf einlassen dürfen, als Beraterin ins Weiße Haus zu gehen?

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          Die Impeachment-Untersuchung gegen Präsident Trump leuchtet nebenbei das Dilemma aus, in dem sich viele der erfahrensten Außenpolitiker Amerikas befinden. Sollen sie, obwohl sie Trumps Abrissbirnen-Ansatz ablehnen, in seiner Administration mitarbeiten, um zu retten, was zu retten ist? Oder macht man sich so unvermeidlich zum Komplizen eines Feindes nicht nur der etablierten Ordnung, sondern auch der Verfassung?

          Viele Europäer jedenfalls waren froh, dass die Russland-Fachfrau Fiona Hill 2017 als Beraterin für Europa und Russland ins Weiße Haus ging. Man hoffte, sie könne Trumps Putin-Vernarrtheit dämpfen. Nun, drei Monate nach ihrem Rücktritt, musste sie sich neun Stunden von Abgeordneten befragen lassen.

          Offenkundig war auch Hill klar, dass Trumps Anwalt Rudy Giuliani mit seiner Ukraine-Nebenaußenpolitik eine wandelnde „Handgranate“ war, wie ihr Vorgesetzter John Bolton formulierte. Sie konnte es nicht stoppen, sondern trat zurück, ohne öffentlich Alarm zu schlagen.

          Wäre die Welt besser dran, wenn an Washingtons Schaltstellen nur noch überzeugte Trumpisten säßen?

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

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