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Drohende Autozölle : Trump hat Deutschland auf dem Kieker

Trump und Kurz am Mittwoch vor dem Weißen Haus Bild: dpa

Der amerikanische Präsident ist der Ansicht, deutsche Autoimporte gefährdeten Amerikas Sicherheit. Psychologisieren hilft nicht weiter. Deutschlands Nachbarn müssen sich Gehör verschaffen.

          Bei vielen Themen liegen Präsident Trump und die Bundesregierung über Kreuz. Nicht jeder Streitfall ist neu; den deutschen Verteidigungshaushalt fanden auch Trumps Vorgänger ungenügend – eine Dauerbelastung. Der aktuelle Präsident aber trägt die Kontroversen auf die harte Art aus, mit Drohungen, Sanktionen, Strafen.

          Offenkundig, warum auch immer, hat er Deutschland auf dem Kieker. Österreichs Kanzler Kurz hat das nach einem Besuch im Weißen Haus soeben auch festgestellt: Auf Deutschland habe es sein Gastgeber anscheinend besonders abgesehen. Und auf deutsche Autos! Aber warum? Ein Kindheitstrauma? Neid auf den Erfolg der Heimat der Großeltern? Ein Abstoßreflex?

          Psychologisieren hilft nicht weiter. Fakt ist: Die Frist läuft. Zölle auf deutsche Autoimporte, die angeblich Amerikas Sicherheit gefährden – man muss sich das mal vorstellen –, drohen weiterhin. Es ist gut, dass Kurz den Präsidenten, dem diese Dinge nicht so präsent sind, darauf hingewiesen hat, wie sehr die Automobilbranche in Mitteleuropa integriert ist. Zölle träfen auch Deutschlands Nachbarn. Sie sollten sich Gehör verschaffen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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