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Kommentar : Präsident präsent

Trumps Umgang mit dem Tropensturm Harvey zeigt: Er versucht die Fehler seines Vorvorgängers George W. Bush nicht zu wiederholen.

          Ob Donald Trump als Oberkatastrophenhelfer einen substantiellen Beitrag an Ort und Stelle leistet oder nicht – der Präsident war jedenfalls schnell präsent und hat den Einsatz der Rettungskräfte und der freiwilligen Helfer im Überschwemmungsgebiet rund um Houston gewürdigt. Die Präsenz steht nicht nur im Gegensatz zu der „Leistung“ seines Vorvorgängers Bush im Jahr 2005 – sie sollte die Amerikaner auch daran erinnern.

          Bush schien tagelang nicht begriffen zu haben, welche Verheerungen der Wirbelsturm Katrina in New Orleans angerichtet hatte. Entsprechend schleppend war die Hilfe aus Washington angelaufen. Bushs Ansehen sank und erholte sich nicht mehr. Trump kennt dieses Risiko, denn in Not und großer Gefahr richten sich die Augen der Nation noch immer auf den Mann im Weißen Haus.

          Deswegen hat er zügig reagiert und publikumswirksam ein großes Rettungspaket angekündigt. Es sind entscheidende Tage und Wochen für einen Präsidenten, der bislang wenig vorweisen kann: Trump hat die Naturkatastrophe im eigenen Land zu bewältigen und muss sich im Atomkonflikt mit Nordkorea bewähren.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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