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Gründe für Trumps Erfolg : Der unbändige Zorn auf die Städter

Trump soll den „Politik-Sumpf“ in Washington trocken legen, das wünschen sich viele Menschen im Bundesstaat Wisconsin. Bild: AP

Viele Wähler aus ländlichen Gegenden Amerikas haben Trump ihre Stimme gegeben. Sie fühlen sich von der Regierung betrogen. Die Gründe dafür kennt die Politikwissenschaftlerin Katherine Cramer.

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          Die Trump-Wähler verstehen – lange vor dem Wahlsieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump hat sie genau das versucht. In den vergangenen Jahren fuhr Katherine Cramer immer wieder mit einem Aufnahmegerät durch den Bundesstaat Wisconsin, ein Staat der vor allem von der Landwirtschaft geprägt ist und das erste Mal seit 1988 mehrheitlich für einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten gestimmt hat.

          Anna-Lena Ripperger

          Redakteurin in der Politik.

          Sie wollte herausfinden, wie Menschen auf dem Land über Politik sprechen, und zwar in ihrem Alltag, beim Kaffee, beim Tanken oder im Kuhstall. Cramer ist Professorin für Politikwissenschaft an der Madison University in Wisconsin. Ihr Forschungsschwerpunkt: Wie Menschen Politik verstehen und warum sie wählen, wie sie wählen.

          Für sie sind die Trump-Wähler nicht einfach wütend. Die Entscheidung, einem Mann wie ihm zu vertrauen, habe viel mit der Selbstwahrnehmung dieser Wähler zu tun – und mit ihrem Blick auf die Welt, sagt Cramer in einem Interview mit der „Washington Post“. Ihrer Meinung nach würden Forscher zu viel Energie darauf verwenden, herauszufinden, wie Menschen zu bestimmten politischen Themen stünden. Um wirklich zu verstehen, wie Menschen wählten und welche Kandidaten für sie attraktiv seien, sollte man lieber nachvollziehen, „wie sie die Welt und ihren Platz in ihr sehen“.

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