https://www.faz.net/-gpf-8nuxz

Amerikanische Präsidentenwahl : Jetzt soll auch in Pennsylvania neu ausgezählt werden

  • Aktualisiert am

Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein. Bild: AP

Die Kandidatin der amerikanischen Grünen lässt nicht locker: Jill Stein will nun auch in Pennsylvania die Stimmen neu zählen lassen. Donald Trump reagiert verärgert.

          Die Präsidentschaftskandidatin der Grünen in den Vereinigten Staaten, Jill Stein, hat nun auch in Pennsylvania den Antrag gestellt, die Stimmen neu auszuzählen. Bislang hatte sie das nur im Bundesstaat Wisconsin getan. Zudem kündigte sie an, am Mittwoch noch die Neuauszählung der Stimmen in Michigan formell beantragen.

          In den drei Staaten hatte der republikanische Kandidat Donald Trump jeweils knapp gegen seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten gewonnen. Sein überraschender Sieg in diesen drei Schlüsselstaaten war ein Ausschlag gebender Faktor für seinen Gesamtsieg bei der Wahl. Dass die Neuauszählungen etwas am Wahlsieg Trumps ändern, gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich.

          Das Clinton-Team hat sich der Initiative der Grünen für die Überprüfung der Wahlergebnisse mittlerweile angeschlossen. In Wisconsin wurde die Neuauszählung laut Medienberichten am Montag von der Wahlbehörde genehmigt, sie könnte am Donnerstag beginnen.

          Trump reagierte wütend auf die Initiativen. Er konterte mit dem Vorwurf, es habe massenhafte Unregelmäßigkeiten zugunsten Clintons gegeben. Millionen von Menschen hätten „illegal“ ihre Stimme abgegeben, in den von Clinton gewonnenen Staaten Kalifornien, New Hampshire und Virginia habe es „ernsthaften Wahlbetrug“ gegeben.

          Das Weiße Haus wies die Vorwürfe Trumps zurück. Für dessen Anschuldigungen gebe es keine Beweise, sagte der Sprecher des Präsidialamts, Josh Earnest.

          Unterdessen wurde bekannt, dass Trump auch den Bundesstaat Michigan offiziell gewonnen hat. Trump habe sich mit einem Vorsprung von 10.700 Stimmen gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durchgesetzt, teilte die Wahlleitung in Michigan am Montagabend mit. Das Ergebnis war so knapp, dass es fast drei Wochen dauerte, bis es nun feststeht. Damit erhöht sich Trumps Vorsprung bei den Wahlmännern um 16 auf 306 gegenüber 232 für Clinton.

          Weitere Themen

          Trump scheut Krieg mit Iran Video-Seite öffnen

          Nach martialischen Tönen : Trump scheut Krieg mit Iran

          Steckt der Iran hinter den Attacken auf zwei saudi-arabische Ölanlagen? Der amerikanische Präsident Donald Trump will sich nicht festlegen, dabei hatte Außenminister Mike Pompeo Teheran schon vor Tagen die Verantwortung zugewiesen.

          Topmeldungen

          Emmanuel Macron am Dienstag bei einer Veranstaltung im Elysée-Palast

          Frankreich : Der Präsident entdeckt das einfache Volk

          Emmanuel Macron will in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit stärker auf die Ängste ärmerer Franzosen vor Migranten eingehen – und stößt damit auf Widerstand.

          Die EU und Großbritannien : Warten auf Boris

          Einen Monat vor dem europäischen Gipfeltreffen, das Klarheit über den britischen EU-Austritt schaffen soll, wächst die Anspannung. Die EU hofft weiter auf konkrete Vorschläge aus Großbritannien. Doch die Zeit wird knapp.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.