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Trumps Tabubrüche : Kaiser von Amerika

  • -Aktualisiert am

Seine Tabubrüche nutzen sich ab: Donald Trump Bild: AFP

Donald Trump meint, über dem Gesetz zu stehen – und zieht seine Anhänger immer tiefer in den Sündenpfuhl.

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          Donald Trump hatte nie Angst, mit einem rauchenden Colt gesehen zu werden. Schon im Wahlkampf schaute er direkt in eine Fernsehkamera, zielte mit dem Zeigefinger und drückte mit dem Daumen ab: „Ich könnte in der Mitte der Fifth Avenue stehen und jemanden erschießen, und ich würde keine Wähler verlieren“, sagte er.

          Vor einem Bundesberufungsgericht in New York fand diese Woche ein Prozess statt, in dem das Gedankenspiel noch weiter getrieben wurde. Verhandelt wurde, ob ein Staatsanwalt aus Manhattan die Steuerberatungsfirma von Trump zwingen kann, dessen Steuererklärungen auszuhändigen. Trumps Anwalt argumentierte, dass Trump präsidiale Immunität genieße. Die Richterin wollte diesem Argument auf den Grund gehen. Sie fragte, ob das auch für Trumps Fifth-Avenue-Beispiel gelte. Dürfte der amerikanische Präsident jemanden ermorden, ohne belangt zu werden? „Das ist korrekt“, sagte der Anwalt. Nicht nur glaubt Trump, keine Wähler zu verlieren, er glaubt auch, über dem Gesetz zu stehen.

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