https://www.faz.net/-gpf-914ol

Joe Arpaio : Trump begnadigt „härtesten Sheriff Amerikas“

  • Aktualisiert am

Der umstrittene Sheriff Joe Arpaio muss nicht ins Gefängnis. Bild: dpa

Der für seine extrem harte Amtsführung gegen Migranten umstrittene Sheriff Joe Arpaio muss nicht ins Gefängnis. Der Präsident attestiert ihm einen „beispielhaft selbstlosen Dienst an der Öffentlichkeit“.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat den hochumstrittenen und wegen seiner knallharten Methoden berüchtigten früheren Sheriff Joe Arpaio begnadigt. Arpaio war in seiner Zeit als Sheriff des Bezirks Maricopa im Bundesstaat Arizona wegen Gesetzesverstößen und extrem harter Amtsführung vor allem gegen Immigranten einer der kontroversesten Ordnungshüter der Vereinigten Staaten. Der heute 85-Jährige hatte von 1992 bis 2016 als republikanischer Bezirkssheriff Zehntausende bei Razzien aufgreifen lassen, obwohl nichts gegen sie vorlag.

          Entscheidung spaltet Amerika

          Trump attestierte Arpaio einen „beispielhaft selbstlosen Dienst an der Öffentlichkeit“. „Nach mehr als 50 Jahren bewundernswertem Dienst an unserer Nation hat er eine Begnadigung durch den Präsidenten verdient“, heißt es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses am Freitag.

          Mit der ersten Begnadigung seiner Amtszeit gießt Trump nach Meinung von Menschen- und Bürgerrechtlern Öl ins Feuer der schwelenden Rassismusdebatte im Land. Sie haben Arpaio über Jahre scharf kritisiert.

          Arpaio drohte von Oktober an eine sechsmonatige Haftstrafe, zu der ihn ein Bundesgericht in Phoenix im Juli verurteilt hatte. Er wurde für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe.

          Trump hatte die Begnadigung bereits vor einigen Wochen öffentlich erwogen. Arpaio hatte Trump im Wahlkampf 2016 nach Kräften unterstützt und wurde auch für ein Regierungsamt gehandelt.

          Als Sheriff hatte Arpaio am Rande von Phoenix eine berüchtigte Gefängnis-Zeltstadt in der glühenden Hitze des Südwestens einrichten lassen. Er ließ die Häftlinge mit rosafarbener Unterwäsche ausstatten. Sie erhielten nur zwei Mal täglich etwas zu essen, angeblich aus finanziellen Gründen stets ohne Pfeffer und Salz.

          Weitere Themen

          Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Sri Lanka : Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten haben die Behörden acht Verdächtige verhaftet. Unter den Opfern sind laut Behörden 32 Ausländer. Die Taten sollen von Selbstmordattentätern ausgeführt worden sein.

          Sri Lanka im Schockzustand Video-Seite öffnen

          Reaktionen auf das Attentat : Sri Lanka im Schockzustand

          Mehr als 200 Menschen sind bei dem Terroranschlag in Sri Lanka gestorben. Hunderte wurden verletzt. Die Attentate, zu denen sich zunächst niemand bekannte, sind die schwersten seit Ende des Bürgerkrieges vor zehn Jahren.

          Selenskyj gegen Poroschenko laut Umfragen vorn Video-Seite öffnen

          Stichwahl um Präsidentenamt : Selenskyj gegen Poroschenko laut Umfragen vorn

          Der 2014 zum Präsidenten gewählte Petro Poroschenko hat bei den meisten Ukrainern an Ansehen verloren. Zugesagte Reformen kommen kaum voran. Nun könnte ihn TV-Star Wolodymyr Selenskyj ablösen – obwohl dessen politische Ziele weitgehend unbekannt sind.

          Topmeldungen

          Sri Lanka : Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten haben die Behörden acht Verdächtige verhaftet. Unter den Opfern sind laut Behörden 32 Ausländer. Die Taten sollen von Selbstmordattentätern ausgeführt worden sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.