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Jemeniten klagen mit Erfolg : Noch mehr Gegenwind für Trumps Einreiseverbot

  • Aktualisiert am

Protest gegen Trumps Einwanderungspolitik in Chicago Bild: AFP

Ein Richter in Kalifornien hat Donald Trumps Einreiseverbot in einem weiteren Fall ausgehöhlt: 28 Jemeniten dürfen nach Los Angeles fliegen. Der Fall trägt dramatische Züge.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump bekommt nach der Verhängung des Einreisestopps für Muslime weiteren Gegenwind aus der Justiz. Ein Bundesrichter in Kalifornien urteilte, dass die Regierung mehreren Jemeniten, die derzeit im ostafrikanischen Dschibuti festsitzen, nicht länger den Flug nach Los Angeles verwehren darf. Wie die Anwältin der Kläger, Julie Goldberg, mitteilte, erließ Richter André Birotte am Dienstag eine entsprechende einstweilige Verfügung.

          „Das sind Menschen, die vor Krieg geflohen sind, hier sind Verletzte“, sagte Goldberg über die insgesamt 28 Betroffene. Es seien sogar „Kinder gestorben“ in der Zeit, in der sie auf ihre Visa gewartet hätten. „Das sind Frauen und Kinder von amerikanischen Bürgern.“ Es habe nichts mit der Verhinderung von Terrorismus zu tun, Kleinkinder an der Einreise in die Vereinigten Staaten zu hindern.

          Jemen gehört zu den insgesamt sieben Staaten, aus denen Trump in der vergangenen Woche die Einreise massiv erschwert hatte. Per Dekret ordnete er an, dass Bürger aus den mehrheitlich muslimischen Staaten Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen für 90 Tage nicht einreisen dürfen. Sämtlichen Flüchtlingen wurde zudem die Einreise für 120 Tage untersagt, Syrern sogar auf unbestimmte Zeit.

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