https://www.faz.net/-gpf-9myve

Wegen Konflikt mit Iran : Washington zieht Teil seiner Botschaftsmitarbeiter aus Irak ab

  • Aktualisiert am

Der Eingangsbereich zum Gelände der amerikanischen Botschaft in Bagdad Bild: dpa

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Iran ziehen die Vereinigten Staaten große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak ab. Der normale Visa-Service werde vorübergehend ausgesetzt, erklärt die Botschaft in Bagdad.

          Das amerikanische Außenministerium hat den Abzug aller nicht dringend benötigten amerikanischen Beamten aus dem Irak angeordnet. Die Betroffenen sollten möglichst rasch mit zivilen Verkehrsmitteln ausreisen, erklärte die amerikanische Botschaft in Bagdad.

          In der Botschaft und im Konsulat im nordirakischen Arbil werde der normale Visa-Service vorübergehend ausgesetzt. „Die amerikanische Regierung hat nur beschränkte Möglichkeiten, amerikanischen Bürgern im Irak in Notfällen zu Dienste zu stehen.“

          Das amerikanische Militär hatte zuvor seine Warnungen vor einer möglicherweise unmittelbaren Bedrohung amerikanischer Soldaten im Irak durch von Iran unterstützte Kräfte unterstrichen. Die amerikanischen Truppen im Irak seien in „hohe Alarmbereitschaft“ versetzt worden, sagte ein Militärsprecher am Dienstag. Geheimdienste der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten hätten „glaubwürdige Bedrohungen“ ausgemacht.

          Damit widersprach er dem britischen General Chris Ghika, der im amerikanisch-geführten Einsatz gegen die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in der Region Dienst tut. Dieser hatte gesagt, die Bedrohung durch vom Iran unterstützte Kräfte im Irak und in Syrien sei nicht gestiegen.

          Weitere Themen

          Großer Protest gegen Nationalismus Video-Seite öffnen

          Europa vor den Wahlen : Großer Protest gegen Nationalismus

          Eine Woche vor der Europawahl sind tausende Menschen in mehreren Städten in Deutschland auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen. Europaweit waren Demonstrationen in rund 50 Städten geplant.

          Österreich wird neues Parlament wählen Video-Seite öffnen

          Regierungskrise : Österreich wird neues Parlament wählen

          Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen schlägt Neuwahlen im September vor. Sie seien nicht gewollt, sondern notwendig, erklärt Kanzler Kurz. Ein Video führte zum Bruch der Rechts-Koalition.

          Topmeldungen

          Wie weiter mit dem Brexit? : Das britische System liegt in Trümmern

          Womöglich kann das britische Parlament einen „No Deal“ nach der Europawahl nicht mehr verhindern. Dann müsste die EU sich auch an die eigene Nase fassen – sie hat zur Polarisierung der Politik im Vereinigten Königreich beigetragen.

          Deutschland beim ESC : S!sters am Ende

          Der deutsche Beitrag beim ESC landet mal wieder auf einem der letzten Plätze. Was haben die S!sters falsch gemacht? Und warum suchen sie die Fehler bei anderen?

          Meister Bayern München : Der stille Abgang des Jérôme Boateng

          Die Bayern feiern – nur einer will nicht mitmachen. Jérôme Boateng ist nur eine Randfigur. Er verlässt das Stadion wortlos als erster Münchner. Bei der abendlichen Feier steht Boateng gar nicht mit der Mannschaft auf dem Balkon.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.