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Wegen Konflikt mit Iran : Washington zieht Teil seiner Botschaftsmitarbeiter aus Irak ab

  • Aktualisiert am

Der Eingangsbereich zum Gelände der amerikanischen Botschaft in Bagdad Bild: dpa

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Iran ziehen die Vereinigten Staaten große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak ab. Der normale Visa-Service werde vorübergehend ausgesetzt, erklärt die Botschaft in Bagdad.

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          Das amerikanische Außenministerium hat den Abzug aller nicht dringend benötigten amerikanischen Beamten aus dem Irak angeordnet. Die Betroffenen sollten möglichst rasch mit zivilen Verkehrsmitteln ausreisen, erklärte die amerikanische Botschaft in Bagdad.

          In der Botschaft und im Konsulat im nordirakischen Arbil werde der normale Visa-Service vorübergehend ausgesetzt. „Die amerikanische Regierung hat nur beschränkte Möglichkeiten, amerikanischen Bürgern im Irak in Notfällen zu Dienste zu stehen.“

          Das amerikanische Militär hatte zuvor seine Warnungen vor einer möglicherweise unmittelbaren Bedrohung amerikanischer Soldaten im Irak durch von Iran unterstützte Kräfte unterstrichen. Die amerikanischen Truppen im Irak seien in „hohe Alarmbereitschaft“ versetzt worden, sagte ein Militärsprecher am Dienstag. Geheimdienste der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten hätten „glaubwürdige Bedrohungen“ ausgemacht.

          Damit widersprach er dem britischen General Chris Ghika, der im amerikanisch-geführten Einsatz gegen die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in der Region Dienst tut. Dieser hatte gesagt, die Bedrohung durch vom Iran unterstützte Kräfte im Irak und in Syrien sei nicht gestiegen.

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