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Trump-Berater Fauci : Immun gegen Absetzungsversuche?

  • -Aktualisiert am

Unterstützung für Fauci in Rockport, Massachussetts Bild: Reuters

Amerikas oberster Immunologe Anthony Fauci war Donald Trump schon lange lästig. Mehrmals versuchte der Präsident, seinen Berater loszuwerden. Doch der lässt sich nicht mürbe machen.

          3 Min.

          Viele Amerikaner haben in den vergangenen Wochen Schilder in ihre Vorgärten gestellt. Das ist in Wahlkampfzeiten üblich, um Unterstützung für einen Kandidaten zu signalisieren. Ein Schild, das mitunter in den Rasen gesteckt wird, hat allerdings nur indirekt mit dem Wahlkampf zu tun. Es trägt die Aufschrift: „In Fauci we trust“, wir vertrauen auf Fauci. Die Worte lehnen sich an den offiziellen Leitspruch der Vereinigten Staaten an: „In God we trust“. Man darf sie als Misstrauensvotum gegen Donald Trump verstehen.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Zweimal hat der Präsident versucht, Anthony Fauci loszuwerden, den obersten Immunologen des Landes. Doch Fauci ist immer noch da. Vor Wochen wollte Trump den Pandemie-Krisenstab, dem der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionserkrankungen angehört, komplett auflösen. Der Präsident war es leid, dass das neuartige Coronavirus die Agenda bestimmte. Thema sollte fortan das „große amerikanische Comeback“ sein. Außerdem hatte er sich gerade bei einem Briefing bis auf die Knochen blamiert, als er sich danach erkundigte, ob man Desinfektionsmittel auch intravenös zur Covid-Behandlung einsetzen könne (kann man nicht). Einen Tag nachdem das Weiße Haus mitgeteilt hatte, der Krisenstab werde aufgelöst, musste Trump die Entscheidung korrigieren. Er habe unterschätzt, wie populär seine Berater seien, sagte er.

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