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Treffen mit Xi? : Trump schaltet sich in Hongkong-Krise ein

  • Aktualisiert am

Donald Trump und Xi Jinping bei ihrem jüngsten Treffen Ende Juni in Osaka. Bild: Reuters

China solle die Demonstranten in Hongkong „menschlich“ behandeln, fordert der amerikanische Präsident – und vermengt das mit einer Einigung im Handelsstreit. Dazu schlägt er ein Gipfeltreffen vor.

          Amerikas Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit China im Zollstreit davon abhängig gemacht, wie sich das Regime in Peking gegenüber den Demonstranten in Hongkong verhält. „Natürlich will China einen Deal. Lasst sie erst Hongkong menschlich behandeln“, schrieb Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter.

          Außerdem brachte er die Möglichkeit eines Treffens mit Chinas Präsident Xi Jinping ins Spiel. Er habe keine Zweifel, dass Xi die Krise in Hongkong „schnell und human“ lösen könne. „Persönliches Treffen?“ schrieb er weiter.

          Truppen in Stellung gebracht

          Zuvor hatte sich die amerikanische Regierung „zutiefst besorgt“ angesichts von Berichten über Truppenbewegungen gezeigt. Chinesische Medien berichteten, dass die Volksbefreiungsarmee zahlreiche Militärfahrzeuge zu „Übungszwecken“ in die südchinesische Metropole Shenzhen entsandt habe, die an der Grenze zu Hongkong liegt.

          Washington fordere Peking „nachdrücklich“ auf, das „hohe Maß an Autonomie“ Hongkongs zu respektieren, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums. Trump war innenpolitisch zuletzt kritisiert worden, weil er sich nicht klar für die demokratischen Freiheitsrechte der Menschen in Hongkong aussprach.

          Proteste halten an

          Die asiatische Metropole wird seit Wochen von Protesten gegen die pekingtreue Stadtregierung erschüttert. Es kam zuletzt vermehrt zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Die Furcht vor einer militärischen Eskalation nimmt zu.

          Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die Hongkonger das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Diese Rechte sehen viele nun in Gefahr.

          Trump und Xi waren zuletzt im Juni beim G-20-Gipfel in Osaka zusammengetroffen, wo sie unter anderem über den bitteren Handelskonflikt der beiden Nationen sprachen.

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