https://www.faz.net/-gpf-8sr9a

Holocaust-Gedenktag : Trump erwähnt ermordete Juden nicht

  • Aktualisiert am

Hail to the Chief: Präsident Donald Trump Bild: AFP

Die vom Weißen Haus veröffentlichte Erklärung von Präsident Trump zum Holocaust-Gedenktag sorgt für Irritationen. Ein Satz zu den sechs Millionen ermordeten Juden fehlt.

          1 Min.

          Das Weiße Haus hat in einer Erklärung zum Holocaust-Gedenktag das Schicksal der sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden unerwähnt gelassen. Die am Freitag veröffentlichte Erklärung gedenkt der „Opfer, Überlebenden und Helden“ des Holocaust, ohne aber auf die Ermordung der Juden einzugehen.

          Die Anti-Defamation-League, die gegen die Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt, bezeichnete das Versäumnis als „seltsam“. Es sei „rätselhaft und beunruhigend“, erklärte ihr Vorsitzender Jonathan Green auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

          Er erinnerte daran, dass sowohl die republikanischen wie auch die demokratischen Präsidenten in der Vergangenheit in ihren Erklärungen zum Holocaust-Gedenktag auch auf das Schicksal der Juden eingegangen seien.

          Im vergangenen Jahr hatte der damalige Präsident Barack Obama in seiner Erklärung ausdrücklich der „sechs Millionen Juden und der Millionen weiteren von den Nazis während des Holocaust Ermordeten“ gedacht. Sein Vorgänger George W. Bush hatte im Jahr 2005 zum 60. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen NS-Vernichtungslagers Auschwitz erklärt, der Gedenktag sei eine „Mahnung“, gemeinsam gegen Antisemitismus zu kämpfen, wenn immer er sich manifestiere.

          Weitere Themen

          Proteste gegen Präsident Morales Video-Seite öffnen

          Bolivien : Proteste gegen Präsident Morales

          Präsident Evo Morales hat nach Angaben von TSE seinen Vorsprung so weit ausgebaut, dass er nicht in die Stichwahl gegen seinen konservativen Rivalen Carlos Mesa müsste.

          Stehen die Republikaner weiter hinter Trump?

          Ukraine-Affäre : Stehen die Republikaner weiter hinter Trump?

          Der amerikanische Botschafter in der Ukraine, William Taylor, hat Donald Trump vor dem Kongress schwer belastet. Die Republikaner reagierten mit Solidaritätsbekundungen, aber einige in der Partei setzen sich auch von ihrem Präsidenten ab.

          Topmeldungen

          AKK-Vorstoß : Gezielte Überrumpelung

          Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Koalitionspartner mit ihrem Syrien-Vorstoß schwer düpiert. Jetzt muss sie ihre Idee so seriös weiterentwickeln, dass sie dem Vorwurf entgeht, es sei ihr nur um die eigene Profilierung gegangen.

          Sorgen beim FC Bayern : „Es muss alles besser werden“

          Drittes Spiel, dritter Sieg: Doch die Münchner zeigen in der Champions League in Piräus viele Mängel. Sportdirektor Salihamidzic übt deutliche Kritik. Dazu kommt Verletzungspech. Der nächste Spieler fehlt lange.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.