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Clinton gegen Sanders : Wer ist der beste Freund der Einwanderer?

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Gute Miene nach dem Duell: Hillary Clinton und Bernie Sanders nach der der jüngsten Fernsehdebatte in Florida. Bild: AP

Hillary Clinton und Bernie Sanders liefern sich in der jüngsten Fernsehdebatte einen heftigen Schlagabtausch. Vor den wichtigen Vorwahlen in Florida und anderen Staaten wollen sie vor allem bei den Einwanderern punkten.

          Im Vorwahlkampf der Demokraten haben sich Hillary Clinton und Bernie Sanders ein heftiges Fernsehduell geliefert. Vor allem beim Thema Einwanderung kochten am Mittwochabend die Emotionen hoch. Jeder der beiden Politiker versuchte, sich als Kämpfer für die Rechte von Einwanderer zu präsentieren. Das Publikum im Studio bestand überwiegend aus spanischsprachigen Einwanderern.

          Clinton wie Sanders machten gleich zu Beginn deutlich, dass sie für qualifizierte Einwanderung seien. Aus Sicht von Clinton habe das Land 2007 eine einmalige Chance verpasst. Damals lag eine Reform des amerikanischen Einwanderungssystems auf dem Tisch. „Stellen Sie sich vor, wie viel mehr Familien  heute in Sicherheit hier leben könnten, wenn wir damals diese Reform verabschiedet hätten“, sagte Clinton an ihren Kontrahenten Sanders gerichtet. Denn Clinton hatte den Reformvorschlag unterstützt, Sanders nicht.

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          Damals habe Sanders mit dem Argument gegen das Gesetz gestimmt, Millionen Einwanderer würden die Löhne in Amerika drücken, so Clinton. Heute hingegen erkläre der selbsternannte Sozialist der Demokraten, er habe das Gesetz abgelehnt, weil es die ankommenden Arbeiter nicht ausreichend geschützt hätte.

          Sanders Gegenangriff ließ am Mittwochabend nicht lange auf sich warten. Er griff Clinton für ihre Zustimmung zu dem Vorschlag von Präsident Barack Obama an, auch Kinder, die illegal an der Grenze ankämen, wieder zurückzuschicken. Und während er, Sanders, sich in den vergangenen Jahren intensiv für die Rechte der Einwanderer eingesetzt habe, habe Clinton es als Bürgermeisterin von New York Einwanderern erschwert, an eine Fahrerlaubnis zu kommen. „Ich bin bereit, meine Verdienste eines jeden einzelnen Tages gegen Ihre messen zu lassen“, sagte Sanders zu Clinton.

          Die Fernsehdebatte am Mittwochabend war die zweite innerhalb von vier Tagen – und zugleich das letzte Aufeinandertreffen von Clinton und Sanders vor den anstehenden Vorwahlen in der kommenden Woche. Dann stimmen die Demokraten in fünf Bundesstaaten über ihren möglichen Präsidentschaftskandidaten ab. Besonders wichtig ist der umkämpfte Bundesstaat Florida. 18 Prozent der dortigen Bevölkerung sind spanischsprachige Einwanderer.

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