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Anhörung im Repräsentantenhaus : Frühere Botschafterin erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump

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Die ehemalige amerikanische Botschafterin für die Ukraine, Marie Yovyanovitch, auf dem Weg zu ihrer Zeugenaussage im zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington. Bild: Reuters

Marie Yovanovitch spricht von einer Kampagne, die der amerikanische Präsident gegen sie losgetreten hätte – und warnt vor der Gefahr, dass professionelle Diplomaten für „private Interessen“ umgangen würden.

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          Bei den Ermittlungen wegen eines möglichen Machtmissbrauchs durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat die ehemalige Botschafterin der Vereinigten Staaten in der Ukraine, Marie Yovanovitch, schwere Vorwürfe gegen das Staatsoberhaupt erhoben. In einer am Freitag in verschiedenen Medien veröffentlichten Stellungnahme wirft Yovanovitch dem Präsidenten vor, sie unter falschen Anschuldigungen aus dem Posten in Kiew gedrängt zu haben. Ein Mitglied des Außenministeriums habe ihr gesagt, gegen sie sei eine Kampagne gestartet worden. Trump habe seit Mitte 2018 darauf gedrungen, dass sie abgezogen werde. Dabei sei man im Ministerium der Meinung gewesen, sie habe keine Fehler gemacht.

          Yovanovitch wurde am Freitag hinter verschlossenen Türen von einem Ausschuss des Repräsentantenhauses befragt. Die oppositionellen Demokraten wollen mit den Ermittlungen prüfen, ob sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten sollten. Hintergrund ist ein Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im vergangenen Juni. Dabei hatte Trump Selenskyj ermuntert, Ermittlungen gegen Joe Biden und dessen Sohn Hunter wegen angeblicher Verwicklung in Korruption zu veranlassen. Der Demokrat Biden hat die besten Chancen, Herausforderer von Trump bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr zu werden. Die Demokraten vermuten, Trump habe sich Material beschaffen wollen, das er im Wahlkampf gegen Biden einsetzen könnte.

          Yovanovitch zeigte sich besorgt über die Entwicklung der amerikanischen Diplomatie unter Trump. Sie warnte vor „privaten Interessen“, für die professionelle Diplomaten umgangen würden. Der Vertrauensanwalt von Trump, Rudy Giuliani, hatte Yovanovitch vorgeworfen Versuche zu behindern, die Ukrainer zu Ermittlungen gegen Biden zu bewegen.

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