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Neue Umfrage : Clintons Vorsprung vor Trump schmilzt nach Orlando-Massaker

  • Aktualisiert am

Hillary Clinton im Wahlkampf in Pittsburgh Anfang der Woche Bild: AP

Mit seiner Reaktion auf das Orlando-Massaker hat Donald Trump offenbar bei den Amerikanern punkten können. In einer jüngsten Umfrage verliert die demokratische Rivalin Clinton deutlich an Vorsprung.

          Im Rennen um die amerikanische Präsidentschaft schrumpft einer Umfrage zufolge der Vorsprung der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton vor dem Republikaner Donald Trump. Nach dem Massaker von Orlando liegt Clinton noch mit 10,7 Prozentpunkten in Führung, wie aus der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Befragung hervorgeht. Vor dem Überfall auf einen Schwulenclub in Florida am Sonntag lag Clinton noch mit 14,3 Prozentpunkten vorn.

          Die Umfrage wurde vollständig nach der blutigen Tat in Orlando durchgeführt, bei der am vergangenen Wochenende 49 Menschen starben. Anscheinend konnte der Republikaner Trump bei den Amerikanern punkten, als er nach dem Disco-Massaker eine Einwanderungssperre für Länder versprach, die nachweislich den Terrorismus fördern. Er erneuerte seinen Vorschlag, Muslimen vorübergehend die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern. „Wir können den Bann wieder lockern, wenn wir in der Lage sind, sie genau zu überprüfen“, sagte der republikanische Präsidentschaftsbewerber.

          Dagegen reagierte Clinton mit eher rationalen Argumenten auf den Anschlag in Orlando. Die Demokratin warnte davor, eine ganze Religion zu dämonisieren. Sie sprach sich dafür aus, verstärkt die Geheimdienste zu nutzen, um so den Kampf gegen radikale Bewegungen wie den „Islamischen Staat“ zu gewinnen.

          Beide Präsidentschaftskandidaten nutzten Orlando, um die sehr liberalen Waffengesetze Amerikas in Frage zu stellen. Damit fassteTrump allerdings ein Thema an, das in seiner Partei bislang als Tabu gilt. Clinton wiederholte ihre Forderungen nach strengeren Waffengesetzen und -kontrollen.

          In Orlando hatte ein Mann in einer Schwulenbar 49 Menschen erschossen. Die vermutlich islamistisch motivierte Tat fachte die Debatte über Einwanderung und Waffengesetze neu an. Für die Erhebung befragt wurden von Montag bis Freitag 1133 Amerikaner. Die Präsidentenwahl findet im November statt.

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