https://www.faz.net/-gpf-8wwa6

Enthüllungsplattform : CIA-Chef bezeichnet Wikileaks als feindlichen Geheimdienst

  • Aktualisiert am

Geheimdienst-Chef Mike Pompeo Bild: AP

Den Wikileaks-Gründer Julian Assange nennt Mike Pompeo einen Betrüger und Feigling: Der Chef der CIA greift die Enthüllungsplattform scharf an – sie würde für die Russen arbeiten.

          CIA-Direktor Mike Pompeo hat die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks als nicht-staatlichen „feindlichen Geheimdienst“ bezeichnet. Dieser Geheimdienst werde oftmals von staatlichen Akteuren etwa aus Russland unterstützt, sagte der Chef des amerikanischen Geheimdienstes am Donnerstag in seiner ersten Rede im neuen Amt vor dem Center for Strategic and International Sudies.

          So habe der russische Militärgeheimdienst Wikileaks benutzt, um Material zu verbreiten, das durch Hackerangriffe auf die Demokratische Partei bei der amerikanischen Präsidentenwahl gewonnen worden sei. Zudem ermuntere Wikileaks seine Anhänger, sich um Anstellung bei der CIA zu bemühen, um an Geheiminformationen zu gelangen.

          Pompeo bezeichnete Wikileaks-Gründer Julian Assange als Betrüger und als Feigling. Assange hält sich derzeit in der Botschaft Ekuadors in London auf. Der Australier hat die Vereinigten Staaten wegen der Veröffentlichung Hunderttausender geheimer Nachrichten gegen sich aufgebracht. Er wehrt sich gegen eine Auslieferung nach Schweden, weil er von dort nach eigenen Worten in die Vereinigten Staaten gebracht werden könnte, wo im Zusammenhang mit dem WikiLeaks-Fall ermittelt wird. Die Vergewaltigungsvorwürfe aus Schweden hat er zurückgewiesen.

          Weitere Themen

          Eingreiftruppe mit einem Hang zur Brutalität

          Fall Khashoggi : Eingreiftruppe mit einem Hang zur Brutalität

          Nach Medienberichten hat das saudische Regime bereits vor der Ermordung Jamal Khashoggis Regierungskritiker systematisch verfolgt. Eine Sondereinheit sei damit betraut gewesen, Oppositionelle zu entführen und zu foltern.

          Trauerfeier für Neonazi und Hooligan Video-Seite öffnen

          Chemnitz : Trauerfeier für Neonazi und Hooligan

          In Chemnitz haben nehmen mehrere hundert Menschen an der Beisetzung des Chemnitzer Ex-Stadionordners und Neonazis Thomas H. teilgenommen. Der Trauermarsch und die Beisetzung fanden mit hoher Polizeipräsenz statt.

          Täter soll auf Verwandte geschossen haben Video-Seite öffnen

          Utrecht : Täter soll auf Verwandte geschossen haben

          Nach Polizeiangaben soll es sich um einen 37-Jährigen Türken handeln. Einem türkischen Medienbericht zufolge hat der Angriff einen familiären Hintergrund.

          Topmeldungen

          Aufnahme aus der U-Bahn-Station Westfriedhof in München: Kommt die Zukunft der Mobilität einfach nicht, oder rast sie längst an uns vorbei?

          Verkehrspolitik : Wir brauchen mehr Tempo

          Die Debatte ums Tempolimit übertönt die wirklich wichtigen Fragen der Verkehrspolitik: Wo sind denn die neuen futuristischen Züge, die gestresste Raser und müde Lkw-Fahrer auf die Schiene locken?

          Prozess zu Messerattacke : Wofür Chemnitz steht

          Auch Chemnitz sitzt beim Strafprozess um den gewaltsamen Tod eines Deutsch-Kubaners gleichsam auf der Anklagebank. Es gibt aber keinen Grund, von vermeintlich größter moralischer Höhe auf die armen Brüder und Schwestern im Osten zu blicken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.