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Handwerker der Macht : Macrons fester Händedruck mit Trump geschah mit Absicht

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Fühlt sich auf internationalem Parkett sichtlich wohl: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zwischen Luxembourgs Premier Xavier Bettel und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Brüssel Bild: AP

Keine Zugeständnisse, nicht einmal symbolische – diese Logik will Frankreichs Präsident gegenüber Präsidenten wie Trump, Erdogan oder Putin verfolgen. Sein Handschlag habe dazu gedient, sich Respekt zu verschaffen.

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          Der neue französische Präsident Emmanuel Macron wollte sich mit einem betont festen Händedruck nach eigenen Worten bei Kollegen wie Donald Trump Respekt verschaffen. „Mein Händedruck mit ihm war nicht ohne Hintergedanken“, sagte Macron der französischen Zeitung „Le Journal du Dimanche“. Ein solcher Händedruck sei „ein Moment der Wahrheit“, fügte er mit Hinweis auf sein erstes Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten am Donnerstag in Brüssel hinzu. Dabei hatte er die Hand Trumps besonders fest und lange gedrückt. „Man muss zeigen, dass man keine kleinen Zugeständnisse macht, nicht einmal symbolisch“, sagte der Staatschef weiter.

          „Donald Trump, der türkische oder der russische Präsident agieren in einer Logik der Stärke – das stört mich nicht. Ich glaube nicht an eine Politik der öffentlichen Beschimpfung, aber in meinen bilateralen Kontakten lasse ich nichts einfach passieren. So verschafft man sich Respekt.“ Er lobte, dass Trump im direkten Kontakt zuhören und lernen wolle und offener sei als man ihm nachsage. „Er mag den direkten Kontakt und ist in der Lage, seine Position zu ändern.“

          Händedrucke haben in der Präsidentschaft Trumps eine große mediale Aufmerksamkeit bekommen. So hielt er die Hand des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe besonders lange. Eine umfangreiche Berichterstattung gab es zudem über den ausgebliebenen Händedruck mit Kanzlerin Angela Merkel für Fotografen im Oval Office.

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