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Präsidentschaftswahlen 2020 : Elizabeth Warren will Donald Trump aus dem Weißen Haus verdrängen

  • Aktualisiert am

Elizabeth Warren im November 2018 bei einem Wahlkampfauftritt für die Demokraten in Boston Bild: AP

Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren will 2020 in den Präsidentschaftswahlkampf ziehen. In ihrer Neujahrsbotschaft kündigte die Demokratin erste Schritte für den Wahlkampf um die Nominierung in ihrer Partei an.

          Elizabeth Warren will für die Demokraten in den Präsidentschaftswahlkampf in Amerika 2020 ziehen. Die linke Senatorin aus Massachusetts ist die erste prominente Demokratin, die ihren Willen öffentlich kundgetan hat. Den Kampf um wirtschaftliche Gerechtigkeit und gegen Korruption will sie in den Mittelpunkt ihrer Kampagne stellen, kündigte die 69 Jahre alte Politikerin am Montag in ihrer Neujahrsbotschaft auf Twitter an.

          Sie wolle ein Komitee gründen, um zunächst ihren parteiinternen Wahlkampf um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten zu organisieren und zu finanzieren. Die Bekanntgabe der Kandidatur von Warren war erwartet worden. Sie ist eine der schärfsten Kritikerinnen von Donald Trump.

          So bezeichnete Warren, die bei der Wahl 2016 Hillary Clinton unterstützte, Trump als „unsicheren Raffzahn“, der von Habgier und Hass getrieben werde. Trump seinerseits zog ihre Aussage über ihre indianischen Wurzeln ins Lächerliche und nannte sie spöttisch „Pocahontas“.

          Seit 2013 vertritt die frühere Professorin der Havard Law School den Bundesstaat Massachusetts im Senat. Im November wurde sie für eine zweite Amtszeit von den Wählern bestätigt.

          „Amerikas Familien werden von allen Seiten angegriffen“, sagte Warren, weil die Regierung „von einem Haufen Milliardäre und Großkonzernen gekauft und bezahlt werden, die denken, sie könnten die Regeln bestimmen“.

          Zu ihren schärfsten Widersacher bei den Demokraten könnten der frühere Vizepräsident Joe Biden, der unabhängige Senator von Vermont, Bernie Sanders, die Senatorin Kamala Harris aus Kalifornien und Beto O’Rourke, der im republikanisch dominierten Texas bei der Senatorenwahl nur knapp scheiterte.

          Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bewerberfeld bei den Demokraten sehr groß sein wird. Das war 2016 auch bei den Republikanern der Fall – was den Aufstieg des politischen Außenseiters Donald Trump mit begünstigte. Die Vorwahlen beginnen Anfang 2020 in Iowa. Der Bundesstaat im Mittleren Westen wird schon Monate vorher zum Schauplatz des Wahlkampfes.

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