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Angriff auf jüdisches Geschäft : Schändliche Tat

Einschusslöcher an einem Wagen am Ort der Schießerei in Jersey City Bild: AP

Der Angriff auf einen koscheren Laden in Jersey City zeigt: Antisemitismus hat Konjunktur. In unseren Demokratien darf dafür kein Platz sein.

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          Nach Jersey City kommen die Touristen, die New York besuchen, eher nicht. Aber jetzt werden zumindest viele Amerikaner den Ort als Schauplatz eines schändlichen Verbrechens in Erinnerung behalten: In Jersey City kam es zu einer stundenlangen Schießerei zwischen der Polizei und zwei Gewalttätern, die einen jüdischen Supermarkt überfielen und dort mehrere Personen erschossen. Ob es Kunden waren oder Personal, war zunächst unklar.

          Aber sicher sind sich die Behörden, dass der Supermarkt gezielt als Angriffsobjekt ausgewählt wurde und die Täter durch antisemitische Parolen aufgefallen waren. Der Bürgermeister von New York erkennt ein Muster des gewalttätigen Antisemitismus, das nun zu einer „Krise für unsere Nation“ geworden sei.

          Das sind starke Worte, es ist eine dramatische, bedrückende Aussage. Krise für die Nation! Ja, auch in den Vereinigten Staaten werden mehr Verbrechen gegen Juden registriert (und alltägliche Anfeindungen). Die Täter treiben sich in der Regel in rechtsextremen Milieus herum, so wie jener, der vor gut einem Jahr eine Synagoge in Pittsburgh überfallen hatte. In diesen Milieus blühen Verschwörungstheorien, ergießt sich der Hass, wird gehetzt. Und irgendwann folgt der Hetze die Tat. Mehr denn je sind freie Gesellschaften aufgerufen, nicht nur die amerikanische, dieser neuen Welle des Antisemitismus entgegenzutreten. In unseren Demokratien darf dafür kein Platz sein. Es ist schlimm, dass diese Selbstverständlichkeit betont werden muss.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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