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Nach der Wahl in Amerika : Trump verzichtet wohl auf Ermittlungen gegen Clinton

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Noch im Wahlkampf hatte Donald Trump verkündet, Clinton ins Gefängnis bringen zu wollen. Bild: AFP

Noch im Wahlkampf hatte Trump gefordert, seine Rivalin Clinton solle „im Gefängnis sitzen“. Das sieht jetzt ganz anders aus.

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          Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat kein Interesse daran, weitere Ermittlungen gegen Hillary Clinton voranzutreiben. Das sagte seine Sprecherin Kellyanne Conway am Dienstag in einem Interview mit dem Sender MSNBC.

          Trump wolle weder die Praktiken der Clinton-Stiftung noch Clintons Nutzung eines privaten E-Mail-Servers während ihrer Zeit als Außenministerin weiter untersuchen lassen, sagte Conway in der viel beachteten Sendung „Morning Joe“. Indem er noch vor Beginn seiner Präsidentschaft eine solche Aussage mache, sende Trump eine „sehr starke Nachricht“ an andere Mitglieder der Republikanischen Partei, sagte sie.

          Sollte sich Trump tatsächlich dafür entscheiden, als Präsident keine Ermittlungen gegen Clinton einzuleiten, bräche er eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen. Bei der zweiten Fernsehdebatte Anfang Oktober hatte Trump Clinton noch mit dem Satz gedroht: „Wenn ich gewinne, werde ich meinen Justizminister anweisen, einen Sonderermittler einzusetzen, der sich die Sache ansieht.“

          Trumps Sprecherin sagte jetzt, Clinton habe genug durchgemacht und müsse sich immer noch damit auseinandersetzen, dass eine Mehrheit der Amerikaner sie nicht als vertrauenswürdig empfinde. Wenn Trump ihr dabei helfen können, wieder „zu genesen“, sei das vielleicht „eine gute Sache“. Während sich Trump auf seine Präsidentschaft vorbereite, denke er über viele verschiedene Dinge nach, „und Dinge, die nach Wahlkampf klingen, sind nicht darunter“, sagte die Sprecherin des designierten amerikanischen Präsidenten.

          Auf Trumps Wahlkampfveranstaltungen war die Forderung „Look her up“ noch häufig skandiert worden. Die E-Mail-Affäre gilt auch als einer der Gründe für Clintons Niederlage gegen Trump.

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