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Seit 1973 legal : Trump will gegen Abtreibungen vorgehen

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Donald Trump sprach beim „March for Life“ („Marsch für das Leben“) im Rosengarten des Weißen Hauses. Bild: AP

Abtreibungen sind in den Vereinigten Staaten seit 1973 legal. Nun hat Präsident Trump angekündigt, das Abtreibungsrecht neu aufzurollen.

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          Amerikas Präsident Donald Trump hat Tausenden Abtreibungsgegnern in Washington den Rücken gestärkt. Er wandte sich am Freitag in einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses an Demonstranten, die sich auf der National Mall versammelt hatten. Ihre Bewegung sei eine Bewegung, die aus Liebe geboren sei, erklärte Trump. „Ihr liebt Eure Familien, Ihr liebt Eure Nachbarn und Ihr liebt jedes Kind – geboren und ungeboren – weil Ihr daran glaubt, dass jedes Leben heilig und jedes Kind ein kostbares Geschenk von Gott ist.“

          Trumps Rede wurde live auf der Kundgebung des „March for Life“ („Marsch für das Leben“) übertragen. Es war das erste Mal, dass ein Präsident auf diese Weise zu den Demonstranten sprach. Frühere republikanische Amtsinhaber sprachen telefonisch zu den Demonstranten. Der „March for Life“ findet seit 1974 jährlich statt.

          Trump hat sich in der Vergangenheit lange dafür ausgesprochen, die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch den Frauen zu überlassen. Das ist unter vielen Republikanern eine unpopuläre Meinung. Während des Wahlkampfes änderte Trump seine Haltung und erklärte, er trete für den Schutz des ungeborenen Lebens ein.

          Wahrheit und Lüge: Lesen Sie mit F.A.Z. Plus einen Hintergrund zu Donald Trumps Medien-Mission.

          Am Freitag machte sich der Präsident dafür stark, eine für das Abtreibungsrecht wichtige Grundsatzentscheidung neu aufzurollen. Das Urteil aus dem Jahr 1973, das unter dem Kürzel „Roe v. Wade“ bekannt ist, legalisierte Abtreibungen in den Vereinigten Staaten.

          Die Entscheidung habe zu den freizügigsten Abtreibungsgesetzen weltweit geführt, erklärte Trump. Das sei falsch und müsse geändert werden. „Unter meiner Regierung werden wir immer das allererste Recht aus der Unabhängigkeitserklärung verteidigen, und das ist das Recht auf Leben.“

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