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Donald Trump : Ein Mann mit Vergangenheit, die ihn jetzt einholt

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Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AP

Geschichten über angebliche Affären bescheren Donald Trump weiter Negativschlagzeilen. Ein Ex-„Playboy“-Model redet über Details – obwohl auch sie mit viel Geld zum Schweigen gebracht werden sollte.

          Wieder geht es um eine außereheliche Beziehung und um viel Geld: das ehemalige Playboymodel Karen McDougal soll vor etwas mehr als zehn Jahren eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben. McDougal bestätigte, dass ein achtseitiges handschriftliches Dokument, das die Affäre schildert, von ihr stamme. Neun Monate lang, von 2006 bis 2007 habe sie Trump bei unterschiedlichen Gelegenheiten getroffen und eine intime Beziehung mit ihm unterhalten.

          Die angebliche eheliche Untreue Trumps wäre seine Privatangelegenheit – interessanter ist da schon die Art, wie McDougal zum Schweigen gebracht werden sollte. Wie das „Wall Street Journal“ schon kurz vor der Wahl 2016 berichtete, bezahlte nämlich der Verlag des rechtsgerichteten Blattes „National Enquirer“ 150.000 Dollar für die Exklusivrechte an McDougals Geschichte – allerdings nicht, um sie zu veröffentlichen, sondern um sie unterm Deckel zu halten. Donald Trump ist mit dem Chef des Verlags, American Media (AMI), David Pecker, befreundet.

          Anfangs habe McDougal, eine Republikanerin, nicht öffentlich über die Affäre reden wollen, sagte sie. Doch dann seien Gerüchte in sozialen Medien aufgetaucht und sie habe über verschiedene Leute Kontakt zum „National Enquirer“ bekommen. Der Verlag soll erst nicht sehr interessiert gewesen sein – erst nachdem Donald Trump die republikanische Nominierung als Präsidentschaftskandidat gewonnen hatte, bot AMI die Summe an.

          Nun steht der Vorwurf im Raum, dass Pecker und der „National Enquirer“ den späteren Präsidenten beschützen wollten. Im Gegensatz zu früheren Berichten liefert der Artikel im „New Yorker“ nun Details: Ihm liegen E-Mails vor, die belegen sollen, dass der Verlag AMI die Story kaufte, um sie zu kassieren, schrieb der Autor Ronan Farrow – eine Praxis, die „catch and kill“ genannt wird. Der „National Enquirer“ soll schon des öfteren so gehandelt haben – und zwar nicht nur, um Menschen vor negativer Presse zu schützen, sondern auch, um sie in der Hand zu haben. David Pecker soll zwar Trumps Freund sein – allerdings hätte er mit McDougals Geschichte auch ihm theoretisch schaden können. Und was für Informationen Pecker noch haben könnte, ist zumindest eine mögliche Frage, die sich aus dem Bericht ergibt.

          Der Verlag wiegelte ab. Es sei nicht wahr, dass der „National Enquirer“ regelmäßig Geschichten kaufe, um sie dann unterm Deckel zu halten. „Die Unterstellung des ‚New Yorker‘ und von Ronan Farrow, dass AMI irgendwelche Geschäftspraktiken anwendet, die dazu führen, dass der Verlag irgendeinen Einfluss auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten ausüben könnte, ist lachhaft“, hieß es laut der „New York Times“ in einem Statement. Das Weiße Haus erklärte: „Das ist eine alte Geschichte und es ist nur mehr Fake News. Der Präsident sagt, dass er nie eine Beziehung mit McDougal hatte.“ AMI ließ verlauten, dass die Story deshalb nicht gedruckt worden sei, weil man sie nicht für glaubhaft gehalten habe.

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