https://www.faz.net/-gpf-8mqxz

Donald Trump : „Wir enden im Dritten Weltkrieg, wenn wir Clinton folgen“

  • Aktualisiert am

Donald Trump warnt vor Hillary Clintons Außenpolitik in Syrien. Bild: AFP

Die Syrien-Pläne Hillary Clintons führten zur Konfrontation mit Russland, warnt der republikanische Kandidat Donald Trump. Ein ehemaliger Außenminister hat offenbar eine bessere Meinung über die demokratische Bewerberin – und kündigt an, Clinton zu wählen.

          1 Min.

          Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seiner Konkurrentin Hillary Clinton vorgeworfen, mit ihrer Syrien-Politik den Weltfrieden zu gefährden. „Wir enden im Dritten Weltkrieg über Syrien, wenn wir Hillary Clinton folgen“, sagte Trump am Dienstag in einem Interview.

          Clinton hatte sich für die Einrichtung von Flugverbotszonen und sicheren Bereichen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien starkgemacht. Einige Analysten hatten gewarnt, diese Gebiete abzusichern könnte zu einer direkten Konfrontation mit Russland führen.

          „Assad ist zweitrangig für mich“

          „Du kämpfst dann nicht mehr gegen Syrien, du kämpfst gegen Syrien, Russland und den Iran, ok? Russland ist eine Atommacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen Ländern, die nur reden“, sagte Trump.

          Der umstrittene Kandidat sprach sich dafür aus, dem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat Vorrang vor allen anderen Zielen in der Außenpolitik einzuräumen. Auch die Entmachtung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sei nicht die Priorität. „Assad ist zweitrangig für mich, hinter dem IS. Wir sollten uns auf den IS konzentrieren, nicht auf Syrien.“

          Prominenter Republikaner gegen Trump

          Ein prominenter Außenpolitik-Experte der Republikaner hat sich unterdessen gegen seinen Parteikollegen Trump ausgesprochen. Colin Powell, früherer Außenminister unter George W. Bush, wird bei der Präsidentenwahl am 8. November für die Demokratin Hillary Clinton stimmen.

          Der Kandidat seiner eigenen Partei, Donald Trump, sei nicht für das Präsidentenamt geeignet, sagte Powell am Dienstag. „Er beleidigt Amerika fast jeden Tag.“ Der ehemalige Chefdiplomat ist einer von vielen Republikanern, die sich gegen Trump aussprechen. Auch George W. Bush und sein Vater, Ex-Präsident George Bush, unterstützen Trump nicht. Powells republikanische Amtsnachfolgerin Condoleezza Rice hatte sogar den Rückzug Trumps von der Kandidatur gefordert.

          Weitere Themen

          CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3 Video-Seite öffnen

          Drohendes Wahldebakel : CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3

          Der Hamburger CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg hat es schwer, die rotgrüne Koalition mit einem inhaltlichen Wahlkampf in Bedrängnis zu bringen. Aktuelle Umfragen sehen seine Partei nur noch auf dem dritten Platz in der Hansestadt

          Geschichten der Ohnmacht

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          Topmeldungen

          Ein türkischer Militärkonvoi inmitten von Fahrzeugen flüchtender Zivilisten im Norden der Provinz Idlib.

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.