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Amerikas Außenminister : Tillerson soll Trump als „Deppen“ beschimpft haben

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Hat er oder hat er nicht seinen Chef als „Deppen“ bezeichnet? Gründe hätte Amerikas Außenminister Rex Tillerson jedenfalls genügend. Bild: REYNOLD/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Wirbel um Rex Tillerson: Der mehrfach von Donald Trump brüskierte Außenminister soll einem Bericht zufolge den Präsidenten als „Deppen“ beschimpft haben. Tillersons Reaktion auf den Bericht lässt Raum für Spekulationen.

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          Der mehrfach von Donald Trump brüskierte amerikanische Außenminister Rex Tillerson soll laut einem Medienbericht den Präsidenten hinter verschlossenen Türen als „Deppen“ beschimpft und im Sommer kurz vor dem Rücktritt gestanden haben. Tillerson sagte jedoch am Mittwoch in Washington, er habe nie in Betracht gezogen, seinen Posten zu räumen. Trump erklärte, er habe „volles Vertrauen“ in seinen Außenminister.

          Wie der Fernsehsender NBC News unter Berufung auf „ranghohe Regierungsmitarbeiter“ berichtet, soll Tillerson die Beschimpfung des Präsidenten bei einem Treffen im Pentagon am 20. Juli ausgestoßen haben. Vizepräsident Mike Pence habe den Minister in den Tagen danach bedrängt, im Amt zu bleiben.

          Tillerson beteuerte kurz nach der Veröffentlichung des Berichts, er habe „nie erwogen, diesen Posten zu verlassen“. Die Medienberichte seien „belangloser Unsinn“. Es handle sich um den „Teil eines Versuchs, diese Regierung zu spalten“.

          Der Vizepräsident habe ihn „nie überzeugen müssen, dass ich Außenminister bleibe“, sagte der Minister in einem Statement vor den Fernsehkameras. Er bleibe dem Erfolg des Präsidenten ebenso stark verpflichtet wie an dem Tag, als Trump ihm den Ministerposten angeboten habe. Dazu, ob er den Präsidenten tatsächlich als „Deppen“ bezeichnet hatte, äußerte sich Tillerson allerdings nicht konkret.

          Kurz nach Tillersons Pressekonferenz äußerte sich auch Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Vor Journalisten wies er den NBC-Bericht später als „Fake News“ und „total erfundene Geschichte“ zurück.

          Der Außenminister und der Präsident hatten mit ihren öffentlichen Statements in den vergangenen Monaten mehrfach quergelegen. Am bislang heftigsten hatte Trump seinen Chefdiplomaten am vergangenen Wochenende vor den Kopf gestoßen, als er Tillerson in der Nordkorea-Politik in die Parade fuhr.

          Tillerson „verschwendet seine Zeit zu versuchen, mit dem kleinen Raketenmann zu verhandeln“, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter mit Blick auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm. Tillerson - „unser wunderbarer Außenminister“ - solle seine Kräfte sparen.

          Einige Wochen vor Tillersons angeblichem Wutausbruch über Trump im Juli hatten er und der Präsident bei einem anderen außenpolitischen Top-Thema, der Blockade des Golfstaats Qatar, einen unterschiedlichen Kurs verfolgt. Der Außenminister forderte im Juni eine Lockerung des von mehreren Staaten der Region verhängten Embargos, da es den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) erschwere. Trump lobte wenig später die Blockade als konsequente Anti-Terror-Maßnahme.

          Über einen Rücktritt des Außenministers wird insofern schon länger in den amerikanischen Medien spekuliert. Tillerson ist wie Trump ein Quereinsteiger in die Politik. Vor seiner Berufung in die Regierung leitete der 65-Jährige den Energiekonzern ExxonMobil.

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