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Amerikanischer Präsident : Trump verwechselt seinen Großvater mit seinem Vater

  • Aktualisiert am

Verwechselt: Donald Trump Bild: EPA

Sein Vater sei Deutscher gewesen, behauptet Donald Trump in einem Interview – und bringt dabei in der Familienhistorie etwas durcheinander. In puncto Nato bleibt Amerikas Präsident mit Blick auf Deutschland hingegen unmissverständlich.

          Auch wenn man sich noch so wenig für die Vergangenheit interessiert – wo die eigenen Eltern geboren wurden, ist trotzdem den allermeisten im Schlaf geläufig. Auf Donald Trump hingegen scheint auch das nicht zuzutreffen. In einem Interview mit dem Fernsehsender MSNBC sagte der amerikanische Präsident am Dienstag nach dem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Weißen Haus: „Mein Vater ist Deutscher, war Deutscher. Geboren in einem wundervollen Ort in Deutschland.“

          Damit lag Trump allerdings gründlich daneben: Sein Vater Fred Trump wurde am 11. Oktober 1905 im New Yorker Stadtteil Bronx geboren und starb 1999 in Queens. Offenbar meinte Trump seinen Großvater Frederick (Friedrich) Trump, der aus Kallstadt in der Pfalz stammte und 1885 im Alter von 16 Jahren nach New York emigriert war. Es war nicht das erste Mal, dass Trump seinen Großvater mit seinem Vater verwechselt. Schon im vergangenen Juli behauptete er in einem Fernsehinterview, sein Vater stamme aus Deutschland.

          „Große Gefühle für Deutschland“

          Umso unmissverständlicher wurde Trump hingegen, als er in Washington seine scharfe Kritik am deutschen Budget für Verteidigungsausgaben wiederholte. Er habe „großen Respekt“ vor Angela Merkel und „große Gefühle für Deutschland“. Aber Deutschland zahle für die Nato nicht das, was es zahlen müsse. Stattdessen zahlten die Vereinigten Staaten einen großen Anteil. Das sei „sehr unfair“, fügte er hinzu.

          Trump beklagt seit langem eine unfaire Lastenteilung in der Nato und attackiert dabei vor allem Deutschland immer wieder wegen des vergleichsweise niedrigen Anteils seiner Verteidigungsausgaben am Staatsetat. Bei einem Nato-Gipfeltreffen im vergangenen Sommer in Brüssel hatte Trump sogar einen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Bündnis nicht ausgeschlossen, sollten nicht alle Bündnispartner sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben.

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