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E-Mail-Affäre um Ivanka : Trump sieht keine Parallelen zu Hillary Clinton

  • Aktualisiert am

Ivanka Trump während einer Pressekonferenz im Kapitol am 14. November Bild: AP

Weil sie dienstliche E-Mails von einem privaten Konto verschickte, steht Ivanka Trump in der Kritik. Die Demokraten drohen mit einer Untersuchung. Donald Trump nimmt seine Tochter hingegen in Schutz.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine Tochter Ivanka gegen Vorwürfe wegen des dienstlichen Gebrauchs eines privaten E-Mailkontos verteidigt. Was Ivanka getan habe, sei nicht mit der E-Mail-Affäre Hillary Clintons vergleichbar, so der Präsident. Dennoch könnte der Präsidententochter wegen ihres Umgangs mit dienstlicher Kommunikation eine umfassende Untersuchung drohen.

          „Es waren keine vertraulichen Informationen wie bei Hillary Clinton. Sie (die E-Mails, d. Red.) wurden nicht gelöscht wie bei Hillary Clinton“, sagte Präsident Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Ivanka habe auch nichts getan, um die Mails zu verstecken.

          Der voraussichtliche künftige Vorsitzende des Ausschusses im Repräsentantenhaus zur Kontrolle der Regierung, Elijah Cummings, kündigte am Dienstag an, mögliche Verstöße Ivankas zu überprüfen. Er wolle den Fall von Ivanka Trump aber nicht zu einem „Spektakel“ machen, wie dies die Republikaner mit Hillary Clinton getan hätten.

          Der Ausschuss für Regierungskontrolle war bereits im vergangenen Jahr der Verwendung von privaten E-Mail-Konten für dienstliche Zwecke durch Mitarbeiter des Weißen Hauses nachgegangen. Damals habe das Gremium aber vom Präsidialamt nicht die angeforderten Informationen erhalten, monierte Cummings. Deshalb solle die Untersuchung zur E-Mail-Handhabung durch Ivanka Trump, ihren Ehemann Jared Kushner und andere Mitarbeiter neu aufgenommen werden.

          Nachdem die Demokraten bei den Kongresswahlen am 6. November die Mehrheit im Repräsentantenhaus errungen hatten, werden sie im Januar die Vorsitzendenposten in den Ausschüssen
          übernehmen.

          Laut „Washington Post“ hatte Ivanka Trump im vergangenen Jahr von dem Privatkonto hunderte dienstliche Mails an Mitarbeiter des Weißen Hauses und Kabinettsmitglieder verschickt. Sie habe damit gegen Vorgaben zur Archivierung von Schriftwechseln verstoßen.

          Ein Sprecher von Ivanka Trumps Anwalt räumte die Nutzung des Privatkontos für dienstliche E-Mails ein. Seine Mandantin habe das Konto aber nur genutzt, bis sie über die Regeln informiert worden sei, sagte er der „Washington Post“. Alle dieser  dienstlichen E-Mails seien schon vor Monaten an das Archiv übergeben worden.

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