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Nach neun Monaten Vakanz : Trump nominiert neuen Botschafter für Mexiko

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Grenze zwischen Nogalas (Mexiko) und Nogales (Bundesstaat Arizona) Bild: AP

Christopher Landau soll nach dem Willen des amerikanischen Präsidenten Botschafter in Mexiko-Stadt werden. Der konservative Jurist hat bisher keine diplomatische Erfahrung.

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          Ein konservativer Jurist soll amerikanischer Botschafter in Mexiko werden. Präsident Donald Trump gab die Nominierung von Christopher Landau am Montagabend (Ortszeit) bekannt. Der Botschafterposten in Mexiko-Stadt war seit Mai vergangenen Jahres vakant, als die noch vom früheren Präsidenten Barack Obama ernannte Botschafterin Roberta Jacobson zurückgetreten war. Landaus Nominierung muss noch vom Senat bestätigt werden.

          Landau, der für zwei konservative Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und dann als Anwalt arbeitete, hat keine diplomatische Erfahrung. Er beschäftigte sich aber in seinem Studium in Harvard mit Lateinamerika und spricht Spanisch. Sein Vater George Landau war amerikanischer Botschafter in Chile, Paraguay und Venezuela.

          Mehr als zwei Jahre nach Trumps Amtsantritt sind in den Auslandsvertretungen noch einige wichtige Posten vakant. Jacobson wollte nach Trumps Wahl eigentlich Botschafterin bleiben, um für Kontinuität zu sorgen. Später klagte sie dann über chaotische Entscheidungen der Regierung. Nach ihrem Rücktritt kritisierte sie Trumps Einwanderungspolitik als „unamerikanisch“ und warnte vor einem Ansehensverlust in der Region.

          Die Beziehungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten sind seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 stark gespannt. Im Wahlkampf hatte Trump mexikanische Einwanderer pauschal als „Drogendealer“ und „Vergewaltiger“ geschmäht. Die größten Streitpunkte sind seine harte Politik gegen illegale Einwanderung aus Lateinamerika und die Mauer, die er deshalb an der Grenze zu Mexiko bauen lassen will.

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