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David Bernhardt : Trump will „erfahrenen Lobbyisten“ zum Innenminister machen

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Donald Trump und sein vermutlich neuer Innenminister David Bernhardt: Ein Freund der Unternehmen, sagen Kritiker. Bild: Reuters

David Bernhardt soll nach dem Willen von Donald Trump Amerikas neuer Innenminister werden. Der 49 Jahre alte Politiker hatte das Amt schon vorher kommissarisch inne – und ist äußerst umstritten. Umweltaktivisten erklärten umgehend ihren Protest.

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          Nach dem Ausscheiden seines skandalumwitterten Innenministers Ryan Zinke will Amerikas Präsident Donald Trump dessen ebenfalls umstrittenen Stellvertreter David Bernhardt zum Nachfolger machen. Trump kündigte am Montag auf Twitter an, er werde Bernhardt nominieren, der das Ministerium seit Zinkes Ausscheiden zum Jahreswechsel kommissarisch führt. Umweltschützer protestierten umgehend gegen Trumps Wahl. Der Senat, in dem Trumps Republikaner eine Mehrheit haben, muss den Kandidaten bestätigen.

          In den Vereinigten Staaten ist der Innenminister vor allem für die Verwaltung des bundeseigenen Landes zuständig. Das Ministerium entscheidet etwa darüber, ob Naturschutzgebiete ausgewiesen werden oder ob Energiegewinnung wie Fracking erlaubt ist. Die innere Sicherheit ist Aufgabe des Heimatschutzministeriums. Die „Washington Post“ beschrieb den 49 Jahre alten Bernhardt als „einen erfahrenen Lobbyisten“, der die Bemühungen der Regierung vorangetrieben habe, Öl- und Gasbohrungen auszuweiten.

          Eine „Marionette“ der Umweltverschmutzer?

          Die Umweltschutzorganisation „Friends of the Earth“ nannte Bernhardt korrupt und bezeichnete ihn als eine „Marionette“ für Firmen, die die Umwelt verschmutzten. Trump schrieb auf Twitter: „Seit dem Tag seiner Ankunft hat David einen fantastischen Job gemacht, und wir freuen uns, seine Nominierung offiziell bestätigen zu lassen.“

          Die „Washington Post“ hatte berichtet, das Weiße Haus habe Zinke zum Rücktritt gedrängt. Zinke war unter anderem wegen teurer Reisen und fragwürdiger Geschäfte in Verruf geraten, gegen ihn liefen mehrere Untersuchungen. Etliche hochrangige Mitarbeiter der Trump-Regierung sind entlassen oder zum Rücktritt gedrängt worden, andere sind freiwillig ausgeschieden. Auch der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis und Trumps Stabschef John Kelly gingen Ende vergangenen Jahres. Beide Ämter werden derzeit nur kommissarisch geführt.

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